ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2014Psychisch Kranke: In Filmen oft fehlerhaft dargestellt

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Psychisch Kranke: In Filmen oft fehlerhaft dargestellt

Dtsch Arztebl 2014; 111(10): [62]

Hillienhof, Arne

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Auf die oft fehlerhafte und verzerrte Darstellung von psychischen Erkrankungen in Kino- und Fernsehfilmen hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit anlässlich des Filmfestivals „Berlinale“ hingewiesen. Drehbuchautoren und Regisseure stellten Filmcharaktere mit psychischen Erkrankungen häufig als aggressiv, unberechenbar und schuldig dar. Diese negativen Klischees verstärkten beim Zuschauer Angst und Unsicherheit gegenüber den Betroffenen und erschwerten den offenen Umgang mit der Erkrankung.

Foto: picture alliance
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„Filme beeinflussen die öffentliche Wahrnehmung von psychischen Störungen deshalb so stark, weil ein großer Teil der Menschen seine Informationen über diese Krankheiten ausschließlich aus den Massenmedien bezieht“, sagte Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit. Filmemacher hätten daher eine besondere Verantwortung.

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Das Aktionsbündnis plant daher in diesem Jahr im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierten Medienprojekts eine Schulungsreihe für Drehbuchautoren und Dramaturgen. Bei den Workshops können sich Betroffene, Angehörige, Behandelnde und Filmemacher über die Wahrnehmung und Wirkung psychischer Krankheiten im Film austauschen.

In dem Film „Besser geht’s nicht“ (USA 1997) leidet der erfolgreiche Schriftsteller Melvin (Jack Nicholson, oben) an Zwangsneurosen. Bei Workshops können sich jetzt Betroffene und Filmemacher über die Wirkung psychischer Krankheiten im Film austauschen.
In dem Film „Besser geht’s nicht“ (USA 1997) leidet der erfolgreiche Schriftsteller Melvin (Jack Nicholson, oben) an Zwangsneurosen. Bei Workshops können sich jetzt Betroffene und Filmemacher über die Wirkung psychischer Krankheiten im Film austauschen.

Einige Mitglieder des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit nutzen das Medium Film bereits, um die öffentliche Diskussion über psychische Erkrankungen zu fördern, so die Eckhard-Busch-Stiftung und die Kino Gesellschaft Köln mit der Filmserie „Kino zeigt Seele“. Diese Filme werden von Fachexperten begleitet, die im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen. hil

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