ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2014Expertenkommission: Mehr Unterstützung für die Hochschulmedizin gefordert

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Expertenkommission: Mehr Unterstützung für die Hochschulmedizin gefordert

Dtsch Arztebl 2014; 111(10): A-372 / B-324 / C-308

Richter-Kuhlmann, Eva

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Forschung auf internationalem Niveau ist nur möglich, wenn auch die Finanzierung stimmt. Foto: iStockphoto/5dmbaker
Forschung auf internationalem Niveau ist nur möglich, wenn auch die Finanzierung stimmt. Foto: iStockphoto/5dmbaker

Dringenden Handlungsbedarf sieht die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) bei der hochschulmedizinischen Forschung in Deutschland. Sie nimmt in ihrem bereits siebten Jahresgutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit in Deutschland als „Kernthema“ Stellung. Ihre Analyse ist dabei eindeutig: Deutschland verfügt zwar über leistungsfähige hochschulmedizinische Standorte, aber keiner dieser Standorte ist international führend. „Die Qualität der Forschung erreicht nicht das Niveau internationaler Spitzenstandorte, zu denen neben den USA beispielsweise auch die Niederlande und Kanada gehören“, erklärte Prof. Dr. Dietmar Harhoff, Vorsitzender der von der Bundesregierung berufenen EFI, bei der Vorstellung des Berichts am 26. Februar in Berlin.

Als internationales „Erfolgsrezept“ für den Medizinbereich identifizierten die Experten die räumliche Nähe von Forschungseinrichtungen, Krankenhäusern und Unternehmen. Sie forderten daher auch für Deutschland eine regionale Konzentration von medizinischen Forschungseinrichtungen. Auch die Forschungsmittel in der Hochschulmedizin sollten noch stärker auf besonders leistungsfähige Standorte konzentriert werden.

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Rückendeckung durch das Gutachten erhalten langjährige Forderungen der Hochschulmedizin, die Hochschulklinika in Deutschland separat zu unterstützen: Diese seien systembedingten Mehrbelastungen ausgesetzt, etwa durch die Ausbildung des Ärzte- und Forschernachwuchses und durch Extremkostenfälle, die durch das bestehende Vergütungssystem nicht angemessen kompensiert werden. ER

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