ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2014Psychisch Kranke: In Filmen oft fehlerhaft dargestellt

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Psychisch Kranke: In Filmen oft fehlerhaft dargestellt

PP 13, Ausgabe März 2014, Seite 102

Hillienhof, Arne

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Auf die oft fehlerhafte und verzerrte Darstellung von psychischen Erkrankungen in Kino- und Fernsehfilmen hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit hingewiesen. Drehbuchautoren und Regisseure stellten Filmcharaktere mit psychischen Erkrankungen häufig als aggressiv, unberechenbar und schuldig dar. Diese negativen Klischees verstärkten beim Zuschauer Angst und Unsicherheit gegenüber den Betroffenen und erschwerten den offenen Umgang mit der Erkrankung. „Filmemacher haben daher eine besondere Verantwortung“, sagte Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses.

Das Medium Film kann zur Entstigmatisierung beitragen. Foto: Fotolia/Denis Aglichev
Das Medium Film kann zur Entstigmatisierung beitragen. Foto: Fotolia/Denis Aglichev

Das Aktionsbündnis plant im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierten Medienprojekts eine Schulungsreihe für Drehbuchautoren und Dramaturgen. Bei den Workshops können sich Betroffene, Angehörige, Behandelnde und Filmemacher über die Wahrnehmung und Wirkung psychischer Krankheiten im Film austauschen.

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Einige Mitglieder des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit nutzen das Medium Film bereits, um die öffentliche Diskussion über psychische Erkrankungen zu fördern, so die Eckhard-Busch-Stiftung und die Kino Gesellschaft Köln mit der Filmserie „Kino zeigt Seele“. Diese Filme werden von Fachexperten begleitet, die im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen. hil

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