ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2014Günter Ollenschläger: Der Herr der Nationalen Versorgungsleitlinien

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Günter Ollenschläger: Der Herr der Nationalen Versorgungsleitlinien

Dtsch Arztebl 2014; 111(11): A-465 / B-399 / C-383

Gerst, Thomas

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Günter Ollenschläger, Foto: ÄZQ
Günter Ollenschläger, Foto: ÄZQ

Es gibt durchaus leichtere Aufgaben, die man als promovierter Pharmazeut und Arzt, zudem noch Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, hätte übernehmen können. „Man weiß, dass die Berufsgruppe der Ärzte die meisten Schwierigkeiten hat, Standards als Grundlage ihrer Tätigkeit zu akzeptieren“, erzählte Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Günter Ollenschläger vor einigen Jahren bei einem Redaktionsgespräch beim Deutschen Ärzteblatt.

Als er 1995 die Leitung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) übernahm, steckte die Entwicklung evidenzbasierter medizinischer Leitlinien noch in den Kinderschuhen. Bundes­ärzte­kammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung hatten gemeinsam das ÄZQ aus der Taufe gehoben, um die Qualitätssicherung im ärztlichen Bereich voranzubringen.

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Ollenschläger machte die Nationalen Versorgungsleitlinien zum Kerngeschäft des ÄZQ. Wann soll ein Patient wie und von wem behandelt werden – unschwer zu erkennen, dass hier jemand mit großem Sachverstand und Fingerspitzengefühl vonnöten war, um die Interessen der beteiligten medizinischen Fachgesellschaften und auch der Patientenvertreter unter einen Hut zu bekommen.

Als Moderator dieser oft länger als zweijährigen Abstimmungsprozesse hat sich Ollenschläger große Anerkennung erworben. Ende März, kurz nach seinem 63. Geburtstag am 3. März, gibt er die Leitung des ÄZQ ab. Ollenschläger verabschiedet sich in einen hoffentlich weiterhin für die Medizin fruchtbaren Unruhestand. Thomas Gerst

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