ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2014Festival der sakralen Musik in Fès: Frieden durch Musik

KULTUR

Festival der sakralen Musik in Fès: Frieden durch Musik

Dtsch Arztebl 2014; 111(11): A-467 / B-401

Hahne, Eberhard

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Bedeutende Vertreter aus allen Kulturkreisen treffen sich in der marokkanischen Königsstadt.

Foto: Eberhard Hahne
Foto: Eberhard Hahne

Eine einzigartige Begegnung der Kulturen feiert Jubiläum: Anfang Juni jährt sich das Weltfestival Musiques sacrées du Monde zum 20. Mal. In der 1 200 Jahre alten marokkanischen Königsstadt Fès treffen sich vom 13. bis zum 21. Juni bedeutende musikalische Vertreter aus islamischen, christlichen, hinduistischen, buddhistischen, shintoistischen und jüdischen Kulturkreisen.

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Gemeinsam werden die morgendlichen Workshops, Lesungen, Ausstellungen vor einem internationalen Publikum abgehalten. Auch bei der darauf folgenden Konzertabfolge geht es furios durch die Religionen der Welt. Nachmittags zelebrieren Schamanen, Derwische, Gospelsänger oder Shintupriester ihre Musik im Schatten einer jahrhundertealten Eiche des ehemaligen Wesirpalasts Dar Batha. Anschließend treten – frei zugänglich – Rai-, Reaggae-, Ethno- oder Worldmusicbands auf dem riesigen Place Baghdadi auf. Vor allem die Jugend der Medina feiert dort ihre Idole frenetisch. Es herrscht eine orientalische Volksfeststimmung vor den Toren des Bab Boujeloude mit Schlangenbeschwörern, Schaustellern, Wahrsagern, Limonaden- und Mandelverkäufern.

Abends findet sich schließlich die Bourgeoisie der Stadt zum Highlight des Tages auf dem Vieux Méchouar ein. Der ehemalige Exerzierplatz des Sultans ist mit rotsamtenen Louis-quatorze-Stühlen, dicken Teppichen und bunten Zelten geschmückt. Königin Lalla Selma höchstpersönlich eröffnet dort das jährlich stattfindende Festival. Unter dem sternenfunkelnden nordafrikanischen Himmelszelt traten bereits Musikgrößen wie Patti Smith, Ravi Shankar, Jesse Norman, Björk, oder im letzten Jahr, der kürzlich gestorbene Flamencoguitarrist Paco de Lucia auf. Für dieses Jahr sind als Top Acts Youssou N´Dour mit Johnny Clegg sowie der legendäre Buddy Guy angekündigt. Gegen Mitternacht können sich unermüdliche Besucher gemeinsam mit diesmal älteren Altstadtbewohnern den rhythmischen Tranceklängen diverser Tariqas (Sufibruderschaften) hingeben.

Günstige Flüge direkt nach Fès bietet Ryanair an, zur nötigen Ruhe kommt man in den zahlreichen, privat geführten Riadhotels der Altstadt.

Eberhard Hahne

@ www.fesfestival.com, www.marokko. com, www.Fes-riads.com

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