ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2014Arbeitsunfähigkeit: Zahl der Krankschreibungen gestiegen

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Arbeitsunfähigkeit: Zahl der Krankschreibungen gestiegen

Dtsch Arztebl 2014; 111(11): A-427 / B-371 / C-355

Hillienhof, Arne

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Im vergangenen Jahr hat der Krankenstand unter Deutschlands Beschäftigten die Vier-Prozent-Marke überschritten. Das berichtet die Techniker-Krankenkasse (TK) auf der Basis von Krankschreibungen der 4,1 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen.

Danach waren 2013 durchschnittlich 4,02 Prozent der Erwerbspersonen in Deutschland arbeitsunfähig. An jedem Arbeitstag des Jahres fehlten also etwa vier von 100 Beschäftigten. Das entspricht einer Fehlzeit von 14,7 Tagen pro Person und Jahr – knapp einen halben Tag mehr als in 2012. Eine Erkältungswelle war laut der Krankenkassen wesentlich für den Anstieg verantwortlich.

„2013 war jede Erwerbsperson durchschnittlich 2,4 Tage aufgrund einer Atemwegserkrankung krankgeschrieben, 2012 waren es nur 1,9 Tage“, sagte Gudrun Ahlers, bei der TK zuständig für die Gesundheitsberichterstattung.

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Die Zahlen der TK zeigen aber auch: Erstmals in der Geschichte der TK-Gesundheitsberichterstattung haben Krankschreibungen aufgrund von psychischen Störungen nicht weiter zugenommen. Nachdem die Techniker-Krankenkasse bei psychisch bedingten Krankschreibungen in den letzten zehn Jahren jährliche Steigerungsraten von fünf bis acht Prozent verzeichnete, liegen die Fehlzeiten aufgrund von Depressionen, Belastungsstörungen und anderen psychischen Erkrankungen mit 2,5 Tagen je Erwerbsperson 2013 auf Vorjahresniveau. hil

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