ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2014Subventionen: Unfairer Wettbewerb
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Eine Subventionierung von kommunalen Krankenhäusern zur Daseinsvorsorge mag man ja noch verstehen. Wenn aber genau diese defizitären Krankenhäuser ambulante Leistungen wie zum Beispiel die OP-Kapazität einschließlich Personal für das ambulante Operieren zu Dumpingpreisen zur Verfügung stellen, ohne Budgetierung, ohne persönliche Leistungserbringung, ohne persönliche Haftung für unternehmerische Fehlentscheidungen, dann ist das nicht in Ordnung. Die oft zitierten „gleich langen Spieße“ beim Wettbewerb um die ambulante Versorgung werden so zur Farce. Nicht zufällig wird schon lange nicht mehr von der Öffnung der Sektorengrenzen ambulanter und stationärer Versorgung gesprochen, sondern nur noch von der Öffnung der ambulanten Versorgung für Krankenhäuser. Umgekehrt wird die Öffnung der stationären Versorgungsebenen für den ambulanten Bereich, wie zum Beispiel die kurzstationäre Aufnahme nach ambulanten Operationen für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen, vielfältig behindert. Es bleibt zu hoffen, dass der vom Gesetzgeber ausdrücklich erwähnte Begriff der „Praxisklinik“ endlich mit Leben erfüllt wird.

Dr. Jens Schröter DEAA, Narconet Rhein-Neckar, 67071 Ludwigshafen

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