ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2014Patientenberatung: Misstrauen
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. . . Die Grundproblematik der UPD ist keinesfalls der mangelnde Bekanntheitsgrad bei Krankenkassenpflichtversicherte betreuenden Vertragsärzt(inn)en, sondern das Misstrauen gegenüber dieser Institution, finanziert durch Krankenkassen! Und das weiß der Geschäftsführer tatsächlich nicht?

Das Grundproblem der UPD selbst ist, dass sie Beratungen vornimmt und auch noch den Anspruch erhebt, „unabhängig“ zu sein.

Wir Krankenkassenpflichtversicherte betreuende Vertragsärzt(inn)en wissen durch schmerzhafte diesbezügliche Sozialisierung und alltägliche Erlebnisse und daraus erwachsener Erfahrung nicht nur, was Beratung dieses Klientels bedeutet, sondern wir kennen und wissen um die Sensibilität dieser hochproblematisierten Thematik bei mindestens 50 Prozent unserer Patienten. Den „Monitor“ dazu könnten diese Vertragsärzt(inn)en locker und leichthin aus dem Ärmel schütteln.

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Die Grundproblematik schlichtweg aber liegt dort, wo diese „UPD“ in Anspruch nimmt, einzelne Menschen zu „beraten“ . . ., die mit einer jeweils individuellen Motivation anrufen (wird die für die Erstellung des „Monitors“ dokumentiert und ausgewertet?), also diesen anrufenden oder in einer der wenigen Beratungsstellen erscheinenden einen Menschen mit ganz individuell und unabhängig bezogenem Wissen auszustatten.

Wer von den Beratern hat welchen beruflichen Hintergrund, welche Ausbildung, welche Motivation, welches Wissen zu seiner individuellen Beratungstätigkeit, arbeitet bei der „UPD“ und „berät“ zu welchen Themen welche krankenkassenpflichtversicherten Menschen? . . . Der Bedarf an „Beratungen“ bei der „UPD“ steigt, weil immer mehr Krankenkassenpflichtversicherte den politisch gewollten Mangel erleben, nicht weil die UPD so toll „berät“! . . .

Dr. med. Richard Barabasch, 96178 Pommersfelden

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