ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2014Praxismitarbeiterinnen: Gegenseitige Anerkennung der Fortbildungen

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Praxismitarbeiterinnen: Gegenseitige Anerkennung der Fortbildungen

Dtsch Arztebl 2014; 111(12): A-482

Rieser, Sabine

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„Ich könnte mir vorstellen, dass wir irgendwann eine einheitliche Qualifikation für alle Fachgebiete anbieten. Bestimmte Module wären dann verpflichtend für alle Medizinischen Fachangestellten (MFA), die sich speziell fortbilden, beispielsweise solche für Praxis-, Notfall- oder Case-Management. Andere könnte man wählen.“ Diesen Ausblick hat Dr. med. Max Kaplan, Vorsitzender des Fachberufegremiums der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt anlässlich einer Veränderung bei den Fortbildungsmöglichkeiten für MFA gegeben.

Max Kaplan ist Vorsitzender des Fachberufegremiums der Bundesärztekammer. Foto: dpa
Max Kaplan ist Vorsitzender des Fachberufegremiums der Bundes­ärzte­kammer. Foto: dpa

Für sie gibt es unterschiedliche Angebote, sich fortzubilden. Diese Entscheidung für ein Angebot wird ihnen seit kurzem durch eine gegenseitige Anerkennung der verschiedenen Qualifikationen von Deutschem Hausärzteverband (HÄV) und BÄK erleichtert (DÄ, Heft 6/2014). „Dem HÄV, der BÄK und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung war daran gelegen, eine einheitliche Qualifikationsanforderung bei gegenseitiger Anerkennung der jeweiligen Qualifikation zu entwickeln und damit auch die Honorierung speziell qualifizierter MFA über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) voranzutreiben“, betonte Kaplan.

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Die Anerkennung ermögliche es, niederschwellig eine weitere Qualifikation zu erlangen, wenn man als MFA bereits eine erreicht habe, so Kaplan. „Wenn wir dann gegenüber dem Spitzenverband der Krankenkassen mit einer einheitlichen, gleichwertigen Qualifikation auftreten, hat das einen ganz anderen Stellenwert, als wenn man für eine künftige EBM-Ziffer über unterschiedliche Qualifikationen verhandelt“, ergänzte er. „Die Einigung war also wichtig, damit arztentlastende Leistungen über den EBM adäquat honoriert werden. Gleiches gilt für Hausarztverträge.“

Das Interview ist unter www.aerzteblatt.de/57933 abrufbar. Rie

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