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Dtsch Arztebl 2014; 111(13): A-563

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Protelos®: Indikationseinschränkung und empfohlene Kontrolluntersuchungen – Nach einer Nutzen-Risiko-Bewertung hinsichtlich der kardiovaskulären Sicherheit ist der Einsatz von Protelos® (Strontiumranelat, Servier Pharma) weiterhin beschränkt auf die Behandlung der schweren Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und erwachsenen Männern mit hohem Frakturrisiko, für die eine Behandlung mit anderen Arzneimitteln nicht möglich ist.

Patienten mit klinisch gesicherter, aktuell bestehender oder vorausgegangener ischämischer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulärer Erkrankung oder unkontrollierter Hypertonie dürfen nicht mit Protelos behandelt werden. Es wird empfohlen, das kardiovaskuläre Risiko jedes Patienten vor der Behandlung, die nur von einem Arzt mit Erfahrung in der Osteoporosetherapie begonnen werden sollte, alle sechs bis zwölf Monate nach Behandlungsbeginn zu evaluieren.

Neue Waffe gegen multiresistente Tuberkulose – Bedingte Zulassung für Bedaquilin (Sirturo®) – Multiresistente Stämme des Tuberkuloseerregers Mycobacterium tuberculosis sorgen zunehmend weltweit für Probleme. Mit Bedaquilin (Sirturo) von Janssen steht jetzt nach Jahrzehnten die erste zielgerichtete Therapie zur Verfügung. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA erteilte nun die bedingte Zulassung für das Arzneimittel. Indiziert ist Bedaquilin bei Erwachsenen als Teil einer geeigneten Kombinationstherapie der multiresistenten pulmonalen Tuberkulose, wenn ein wirksames Behandlungsregime aufgrund von Resistenz oder Unverträglichkeit nicht anders zusammengestellt werden kann. Bedaquilin gehört zur Substanzklasse der Diarylchinoline, hemmt spezifisch die mycobakterielle ATP-Synthase und unterbindet damit die Energiegewinnung der Erreger.

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Tecfidera® zur oralen Basistherapie der schubförmigen multiplen Sklerose (MS) – Mit der Zulassung von Tecfidera (Dimethylfumarat, Biogen idec) steht ein oral zu verabreichendes Präparat zur Verfügung, dem ein bislang in der MS-Therapie ungenutzter Wirkmechanismus zugrunde liegt. Dimethylfumarat ist die einzige in klinischen Studien geprüfte Substanz zur Behandlung der MS, für die angenommen wird, dass sie den Nrf2(Nuclear Factor Erythroid 2-Related Factor 2)-Signalweg aktivieren könnte. Dieser hat positiven Einfluss auf zwei typische Faktoren der MS-Pathophysiologie: Inflammation und oxidativen Stress. Tecfidera ist eine Weiterentwicklung der Fumarsäure, mit der die Psoriasis behandelt wird. EB

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