ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2014Schmähpreis für Kieler Bühne: Keine Begleithunde im Theater

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Schmähpreis für Kieler Bühne: Keine Begleithunde im Theater

Dtsch Arztebl 2014; 111(13): [70]

dpa

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Foto: picture alliance
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Das Theater Kiel hat einen Schmähpreis bekommen, weil es eine kranke Frau nicht mit ihrem Assistenzhund ins Theater gelassen hat. Dafür erhielt es den erstmals verliehenen „Goldenen Würger“, erklärte Ralf Gellings, Sprecher des Vereins Servicehunde Deutschland. Der Preis rückt die angebliche Diskriminierung von Assistenzhund-Besitzern in den Blick. Laut Jörn Sturm, dem kaufmännischen Direktor des Theaters, handelte es sich um einen Einzelfall. „Wir wollen, dass alle Menschen ins Theater kommen können und glauben auch, dafür jeweils eine Lösung zu finden – eben nur nicht mit Hund.“

Der Geschäftsführer des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, erklärte, dass Hunde im Theater ein Problem darstellten. Besucher könnten Ängste oder eine Allergie haben. Das Bühnengeschehen könnte einen Hund aufschrecken und ihn außer Kontrolle geraten lassen. Das Kieler Theater hatte der Frau im Gegenzug für das Assistenzhunde-Verbot eine Freikarte für eine Begleitperson angeboten. Das sei bei vielen Theatern in Deutschland so üblich, sagte Bolwin. Der Verein Servicehunde Deutschland betrachtet Assistenzhund-Verbote als rechtswidrig und fordert weiter den freien Zugang von den vierbeinigen Helfern zu öffentlichen Einrichtungen. dpa

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