ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2014Sexuelle Orientierung: Fragen unerwünscht
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Mit zunehmender Bedrückung sehe ich, wie der berechtigte Widerstand gegen tatsächliche Diskriminierung von Homosexuellen sich als Diktatur über das Denken und Fühlen der gesamten Bevölkerung entpuppt. Im Namen der Toleranz und Vielfalt hat jetzt jeder und jede Homosexualität als normal, natürlich und gut zu finden. Von oben nach unten wird die Uniform des Regenbogens angeordnet.

Ein echter Dialog, ein Abwägen, ein Fragen und Hören ist offensichtlich unerwünscht.

Nein, in einer Eilpetition (warum die Eile?) wird eine einseitige Stellungnahme veröffentlicht und Widerspruch abgewürgt. Therapien, die Menschen mit dem Wunsch nach Veränderung begleiten, bekommen ihre Anführungsstriche und werden verunglimpft; schon das Ansinnen qualifizierter Therapeuten, solche Begleitung anzubieten, wird verurteilt. Homosexuell Empfindende haben sich einbahnstraßenmäßig mit ihrer Orientierung abzufinden. Da ist Schluss mit Toleranz.

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Dabei gibt es durchaus Forschungsergebnisse und Lebensberichte, die zeigen, dass in manchen Fällen Veränderung möglich ist. Nie wird eine Heilung versprochen – das wird nur immer wieder behauptet, um diese Therapeuten dann als Lügner abstempeln zu können.

Es ist keinesfalls bewiesen, dass Homosexualität angeboren ist. Auch bei Menschen, die sich „schon immer“ zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlten, sind andere Interpretationen möglich. Eine sachliche Diskussion findet nicht statt . . .

Schade, dass der Weltärztebund sich hier vor einen Karren spannen lässt. Wenn diese Stellungnahme auch mehrheitlich verabschiedet wurde, muss sie nicht von jedem Arzt/jeder Ärztin übernommen werden. Eigenes Denken ist erlaubt!

Dr. Ilse Schütze, 03172 Guben

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