ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2014Randnotiz: Nicht nur Fassade

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Randnotiz: Nicht nur Fassade

Dtsch Arztebl 2014; 111(13): A-527 / B-455 / C-435

Richter-Kuhlmann, Eva

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Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Ja, es gibt sie noch. Motivierte Medizinstudierende, die später als niedergelassene Ärzte tätig werden wollen, sind allen Unkenrufen zum Trotz keine Fiktion. Zumindest hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung im März keine Probleme, studentische Bewerber für das Fotoshooting zur Kampagne „Wir arbeiten für Ihr Leben gern“ zu finden.

Bis 2017 soll damit der Berufsstand des niedergelassenen Arztes und Psychotherapeuten authentisch abgebildet und so dem Ärztemangel entgegengewirkt werden. In diesem Jahr sind Motive geplant, die sich gezielt an den medizinischen Nachwuchs richten. Dabei gilt auch diesmal: Die Studierenden, die dann auf Werbeplakaten von den Fassaden blicken werden, sollen nicht nur ihre Fassade zeigen, sondern echt und authentisch sein. „Mittlerweile kann ich mich sehr gut mit den niedergelassenen Ärzten identifizieren“, erklärt Felix Schmidt, Medizinstudent im zwölften Semester in Berlin. Bereits seit zwei Jahren arbeitet er in einer internistischen Schwerpunktpraxis für Suchtkranke und HIV in Berlin-Kreuzberg. „Zu Beginn des Studiums kam für mich eine Niederlassung nicht infrage“, erzählt er. Das änderte sich jedoch durch eine Famulatur: „Da hat es mich total gepackt und nicht mehr losgelassen.“

Schmidt ist fasziniert, wie sein Mentor Dr. med. Hubert Schulbin es schafft, seinen zeitintensiven und teilweise schwierigen Patienten so viel Wärme und Kompetenz entgegenzubringen. „Ich will so arbeiten wie er“, sagt er. Eine Kampagne, die Studierende zur Niederlassung ermutigt, findet er „gesund“. „Sie packt das Problem an der Wurzel: Man muss sich mit der Option Niederlassung beschäftigen.“

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