ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2014Intensivierte Hämodialyseverfahren bei Erwachsenen und im Kindes- und Jugendalter

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Intensivierte Hämodialyseverfahren bei Erwachsenen und im Kindes- und Jugendalter

Intensified hemodialysis in adults, and in children and adolescents

Dtsch Arztebl Int 2014; 111(14): 237-43; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0237

Thumfart, Julia; Pommer, Wolfgang; Querfeld, Uwe; Müller, Dominik

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Einleitung: In Deutschland gibt es fast 70 000 Dialysepatienten. Eine konventionelle Hämodialyse vermag eine Malnutrition, arterielle Hypertonie, renale Osteopathie und eingeschränkte Leistungsfähigkeit nur unzureichend zu kompensieren. Um die erhebliche Morbidität und Mortalität zu senken, wurden verschiedene intensivierte Hämodialysekonzepte implementiert.

Methoden: Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche zu intensivierten Dialyseverfahren bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen.

Ergebnisse: In einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) wurden Patienten mit konventioneller versus kurzer täglicher Dialyse verglichen. Die tägliche Dialyse verbesserte signifikant die kombinierten Endpunkte linksventrikuläre Hypertrophie oder Tod (Hazard Ratio [HR]: 0,61), wohingegen eine retrospektive Studie eine höhere Mortalität ermittelte (15,6 versus 10,9 Todesfälle, HR: 1,6). In einer prospektiven Fall­kontroll­studie erreichte die nächtliche intermittierende Hämodialyse mit 1,77 versus 6,23 pro 100 Patientenjahre eine geringere Sterblichkeit als das konventionelle Verfahren; dieses Resultat konnte in einer retrospektiven Studie bestätigt werden. Eine RCT zur täglichen nächtlichen Dialyse zeigte einen signifikanten Rückgang der linksventrikulären Masse, wobei sich die Lebensqualität nur in einzelnen nierenspezifischen Bereichen verbesserte. Bei Kindern und Jugendlichen konnte in kleineren Studien bei intensivierter Hämodialyse eine erhöhte Wachstumsgeschwindigkeit und eine Gewichtszunahme festgestellt werden.

Schlussfolgerung: Intensivierte Dialyseverfahren verbessern den arteriellen Blutdruck und Urämie-assoziierte sowie psychosoziale Parameter. Zusätzlich verringern sich Dosierungen für Antihypertensiva und Phosphatbinder. Es sind weniger diätetische Einschränkungen notwendig. Zur Beurteilung der Lebensqualitäts- und Mortalitätsveränderung durch intensivierte Hämodialyseverfahren sind weitere prospektive Studien erforderlich.

LNSLNS

Fast 70 000 Menschen in Deutschland sind Dialysepatienten (1). Diese Patienten bedürfen einer umfassenden interdisziplinären Betreuung. Morbidität und Mortalität sind im Vergleich zur Normalbevölkerung insbesondere in den jüngeren und mittleren Altersgruppen erhöht (2). Die Lebenserwartung von Dialysepatienten ist abhängig von der Art des Nierenersatzverfahrens. Nach einer Nierentransplantation (Todesrate 3,8 pro 100 Patientenjahre) haben die Patienten durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung als Dialysepatienten, die zur Transplantation gemeldet sind (Todesrate 6,3 pro 100 Patientenjahre) (3). Allerdings steht diese Option nicht allen zur Verfügung. Zum einen gibt es deutlich weniger Organspender als potenzielle Empfänger, zum anderen sind weniger als ein Drittel der Dialysepatienten bei EUROTRANSPLANT zur Transplantation gemeldet (4). Eine Verbesserung der Dialysetechnik wäre daher umso wünschenswerter.

Die konventionelle Hämodialyse wird in Deutschland zentrumsbasiert oder selten zu Hause über 4–5 Stunden an 3–4 Tagen pro Woche durchgeführt. Mit dieser Behandlung sind die Folgen der chronischen Niereninsuffizienz – wie Imbalance des Calcium-Phosphat-Stoffwechsels, renale Osteopathie, Malnutrition, arterielle Hypertonie, urämische Vaskulopathie – oft nur unzureichend kompensiert, trotz diätetischer Einschränkungen (Kalium, Phosphat), Flüssigkeitsrestriktion und medikamentöser Therapie (57).

Die Auswirkungen der chronischen Niereninsuffizienz auf das Herz-Kreislauf-System, gekennzeichnet durch eine urämische Kardiomyopathie und Vaskulopathie, sind hauptverantwortlich für die hohe Morbidität und Mortalität der Dialysepatienten (8, 9). Das soziale Leben dieser Patienten ist häufig schwer beeinträchtigt. Für viele von ihnen ist es fast nicht möglich, am normalen Arbeits- oder Schulleben teilzunehmen.

Eknoyan et al. zeigten, dass Modifikationen der Hämodialysetechnik, wie eine Erhöhung des Blutflusses oder die Verwendung von High-Flux-Filtern, die Mortalität bei Hämodialysepatienten nicht senken (10).

Andere Dialyseverfahren, wie die kontinuierliche, ambulante Peritonealdialyse (CAPD), scheinen zu Beginn der Dialysetherapie die Mortalitätsrate günstig zu beeinflussen (11). Ob die Hämodiafiltration die Mortalitätsrate ebenfalls günstig beeinflusst, ist anhand der aktuellen Studienlage nicht klar (1214).

Fragestellung

In dieser Arbeit wurden anhand einer selektiven Literaturrecherche die Auswirkungen von intensivierten Hämodialyseverfahren auf folgende Parameter untersucht:

  • den arteriellen Blutdruck
  • eine linksventrikuläre Hypertrophie
  • diätetische Restriktionen
  • eine medikamentöse Therapie
  • die Lebensqualität
  • die Gesamtmortalität.

Hierfür wurde in der Datenbank PubMed mit den Suchbegriffen „intensified dialysis“, „frequent hemodialysis“, „short daily hemodialysis (SDHD)“, „nocturnal intermittent hemodialysis (NIHD)“, „Nocturnal home hemodialysis (NHHD)“ recherchiert. Für erwachsene Patienten wurden alle prospektiven, randomisierten Studien (Tabelle 1) und Beobachtungsstudien (Tabelle 2) in die mindestens 30 Patienten eingeschlossen waren, und die nach 1998 veröffentlicht wurden, berücksichtigt. Für Kinder und Jugendliche wurden alle Publikationen berücksichtigt.

Überblick über die Beobachtungsstudien und Fallserien zur intensivierten Hämodialyse
Überblick über die Beobachtungsstudien und Fallserien zur intensivierten Hämodialyse
Tabelle 2
Überblick über die Beobachtungsstudien und Fallserien zur intensivierten Hämodialyse
Überblick über die prospektiven, kontrollierten Studien zur intensivierten Hämodialyse
Überblick über die prospektiven, kontrollierten Studien zur intensivierten Hämodialyse
Tabelle 1
Überblick über die prospektiven, kontrollierten Studien zur intensivierten Hämodialyse

Intensivierte Hämodialyseverfahren

Die ersten Berichte über intensivierte Dialyseverfahren wurden vor 30 Jahren veröffentlicht. In Tassin, Frankreich, wurden Patienten über 24 bis 30 Stunden pro Woche mit einem niedrigen Blutfluss dialysiert (15). Alle Patienten hatten normotensive Blutdruckwerte, niemand erhielt eine antihypertensive Medikation und keiner der Patienten hatte in der Beobachtungszeit einen Herzinfarkt erlitten. Die 10-Jahres-Überlebensrate lag bei 85 %.

In der gegenwärtigen Praxis wird meist eines der folgenden drei Verfahren verwendet:

  • kurze tägliche Hämodialyse (2–3 Stunden an 5–7 Tagen pro Woche)
  • nächtliche intermittierende Hämodialyse (6–8 Stunden an 3 Tagen pro Woche)
  • tägliche nächtliche Hämodialyse (6–8 Stunden an 5–7 Tagen pro Woche).

Jedes der Verfahren kann prinzipiell zu Hause oder in einem Dialysezentrum durchgeführt werden (Tabelle 3).

Qualitativer Vergleich der konventionellen und der intensivierten Dialyseformen
Qualitativer Vergleich der konventionellen und der intensivierten Dialyseformen
Tabelle 3
Qualitativer Vergleich der konventionellen und der intensivierten Dialyseformen

Allen Verfahren ist gemeinsam, dass sie neben einer Verbesserung der Harnstoffelimination zu einer erhöhten Clearance von Mittelmolekülen führen (1618). Die Ultrafiltration pro Stunde kann reduziert werden. Hohe Ultrafiltrationsraten sind bei konventioneller Hämodialyse mit einer höheren Mortalitätsrate assoziiert (19). Movilli et al. zeigten, dass Patienten, die in den ersten 5 Jahren nach Beginn der Dialyse starben, höhere Ultrafiltrationsraten hatten als die Patienten, die nach 5 Jahren noch lebten (14,1 versus 11,4 mL/kg/h) (19).

Im „International Quotidian Dialysis Register” werden Daten von Patienten erfasst, die mit verschiedenen Formen der intensivierten Hämodialyse behandelt werden (20). Aus dieser Initiative ging „The Frequent Hemodialysis Network Trial Group” hervor, die 2 der 4 prospektiven, kontrollierten Studien zur intensivierten Hämodialyse publiziert hat (16, 17). Das Evidenzniveau der übrigen Studien ist gering (Tabelle 2).

Kurze tägliche Hämodialyse

Diese Form der Dialyse ist charakterisiert durch eine hohe Frequenz der Anwendung (5–7 Tage pro Woche über 2–3 Stunden) bei meist nur leichtem Anstieg der wöchentlichen Dialysezeit. Das Verfahren wird zu Hause oder im Dialysezentrum durchgeführt.

Kjellstrand et al. berichteten in einer retrospektiven Beobachtungsstudie über 415 Patienten, die mit kurzer täglicher Dialyse über einen Zeitraum von 29 (± 31) Monaten zu Hause oder im Dialysezentrum behandelt wurden (21). Die Überlebensraten wurden verglichen mit denen von Patienten unter konventioneller Dialyse. Die vorhergesagte 50-%-Überlebenswahrscheinlichkeit war um 2,3–10,9 Jahre länger für Patienten mit kurzer täglicher Dialyse. Woods et al. berichteten über eine Besserung des arteriellen Blutdruckes (systolisch –7 mm Hg, diastolisch –4 mm Hg) nach Umstellung auf kurze tägliche Dialyse trotz Reduktion der antihypertensiven Medikation (22).

Bei beiden Studien wurde nicht zwischen zu Hause durchgeführter und zentrumsbasierter Dialyse unterschieden (21, 22). Dies kann zu einer Fehlinterpretation der Daten führen, da eine Dialyse zu Hause unabhängig vom Dialyseverfahren (konventionell versus intensiviert) – wahrscheinlich durch Selektion geeigneter Patienten – mit einer höheren Überlebenswahrscheinlichkeit assoziiert ist (23). Patienten mit weniger Komorbiditäten, höherer Motivation und stabilerem sozialen Umfeld entscheiden sich eher für die Dialyse zu Hause.

In den beiden nachfolgenden genannten Studien wurde sowohl die kurze tägliche als auch die konventionelle Dialyse ausschließlich im Zentrum durchgeführt (16, 24). In der einzigen prospektiven, randomisierten Studie wurden Patienten unter konventioneller Dialyse (n = 120) mit Patienten verglichen, die sechsmal wöchentlich dialysiert wurden (n = 125) (16). Diese Studie schloss auch Patienten unter 18 Jahren ein. Die kurze tägliche Dialyse war mit einer Verbesserung in beiden kombinierten Endpunkten assoziiert: Rückgang der linksventrikulären Hypertrophie oder Zahl der Todesfälle (medianer Unterschied der linksventrikulären Masse 10,1 g; Hazard Ratio [HR]: 0,61; 95-%-Konfidenzintervall [95-%-KI]: 0,46–0,82) und verbesserte gesundheitsbezogene Lebensqualität oder Rückgang der Zahl der Todesfälle (medianer Unterschied in der gesundheitsbezogenen Lebensqualität 2 Punkte; HR: 0,70; 95-%-KI: 0,53–0,92). Aufgrund der kurzen Dauer der Studie (12 Monate) und der geringen Anzahl der Patienten wurden diese beiden kombinierten Endpunkte gewählt. Beide kombinierten Endpunkte wurden durch einen Rückgang der linksventrikulären Hypertrophie und durch eine verbesserte gesundheitsbezogene Lebensqualität erreicht und nicht durch einen Rückgang der Zahl der Todesfälle.

Bei den Patienten unter kurzer täglicher Dialyse waren eine bessere Blutdruckeinstellung und ein Rückgang der Hyperphosphatämie zu verzeichnen. Allerdings benötigten sie häufiger Interventionen am Gefäßzugang als Patienten unter konventioneller Dialyse (16). Nur 78 % der Patienten, die eine intensivierte Dialyse erhielten, hatten mehr als 5 Sitzungen pro Woche.

In der zweiten Studie von Suri et al. (24), die ausschließlich Patienten mit zentrumsbasierter Dialyse analysierten, wurde retrospektiv mittels „propensity score-based matching“ die Mortalitätsrate einer konventionellen (n = 575) mit der einer kurzen täglichen Hämodialyse (n = 318) verglichen. Hinsichtlich der Frage nach der Mortalitätsrate ist dies aktuell wahrscheinlich die methodisch beste Studie mit einer relativ großen Fallzahl. Für Patienten mit kurzer täglicher Dialyse fiel die Mortalitätsrate höher aus (15,6 versus 10,9 Todesfälle; HR: 1,6; 95-%-KI: 1,1–2,3). Mögliche Ursachen für die höhere Mortalität könnten die verstärkte Entzündungsreaktion durch längere Exposition gegenüber Dialysat oder die körperliche und psychische Belastung durch die tägliche Dialyse sein (24).

Über die kurze tägliche Dialyse bei Kindern und Jugendlichen wurde erstmals 2004 von Fischbach et al. berichtet (25). In einem Kinderzentrum wurde an 6 Tagen pro Woche eine Hämodiafiltration durchgeführt (pädiatrisch-spezifische Daten) (Tabelle 4). Unter der kurzen täglichen Dialyse mussten die Patienten sich nicht mehr diätetisch einschränken, sie zeigten ein verbessertes Wachstum und benötigten weniger antihypertensive Medikamente (26). Die Lebensqualität wurde nicht untersucht. Der Nachteil dieses Verfahrens ist sicherlich, dass die Schule kaum regelmäßig besucht werden kann (27).

Pädiatrisch spezifische Parameter
Pädiatrisch spezifische Parameter
Tabelle 4
Pädiatrisch spezifische Parameter

Nächtliche intermittierende Hämodialyse

Die nächtliche intermittierende Hämodialyse (NIHD) wird an 3 Tagen der Woche über 6–8 Stunden entweder im Zentrum oder zu Hause durchgeführt. Somit wird die Gesamtdialysedauer erhöht ohne die Frequenz der Sitzungen zu steigern. Aufgrund der langen Dauer erfolgt die NIHD fast immer über Nacht.

Es gibt nur eine prospektive Fall­kontroll­studie, bei der eine zentrumsbasierte NIHD (n = 247) mit einer konventionellen Dialyse (n = 247) verglichen wurde (18). In dieser Studie war die Mortalitätsrate bei Patienten mit NIHD signifikant geringer als bei Patienten mit konventioneller Hämodialyse (1,77 versus 6,23 pro 100 Patientenjahre; HR: 0,28; 95-%-KI: 0,09–0,85) bei einer mittleren Beobachtungsdauer von 11,3 (± 4,7) Monaten.

Die Blutdruckwerte waren in beiden Gruppen gleich bei einem geringeren Bedarf an antihypertensiven Medikamenten unter NIHD im Vergleich zur konventionellen Dialyse (8 % versus 22 % der Patienten benötigten antihypertensive Medikamente). Die linksventrikuläre Masse war signifikant reduziert (116 [± 34] versus 139 [± 45] g/m2). Die Zahl der Patienten, die Phosphatbinder benötigten, war unter NIHD ebenfalls deutlich geringer (22 % versus 83 %). Die Lebensqualität wurde im Beobachtungszeitraum bei Patienten unter konventioneller Dialyse in den Bereichen körperlicher Schmerz, mentale Gesundheit und Vitalität signifikant schlechter, während sie bei den Patienten unter NIHD konstant blieb. 19 % der Patienten, die initial mit NIHD behandelt wurden, brachen das Programm ab, da sie eine zentrumsbasierte NIHD als unkomfortabel empfanden (18).

In einer zweiten Studie mit einer großen Fallzahl (746 Patienten mit ausschließlich zentrumsbasierter NIHD), wurde retrospektiv mittels „propensity score-based matching“ die Mortalitätsrate bei NIHD verglichen mit der Mortalitätsrate bei konventioneller Hämodialyse (28). Nach 2 Jahren war die Mortalitätsrate unter NIHD signifikant geringer als die unter konventioneller Dialyse (27 % versus 19 %; HR: 0,69; 95-%-KI: 0,58–0,84). Nach einem Wechsel von konventioneller Dialyse zur NIHD waren die Phosphatserumspiegel signifikant niedriger (von 5,73 zu 5 mg/dL) (28).

Bugeja et al. berichteten ebenfalls in einer retrospektiven Beobachtungsstudie über eine Reduktion der Phosphatspiegel nach einem Wechsel zur NIHD (Median: 5,3; Range: [4,3–7,5] versus Median: 4,4; Range: [3,8–6,7] mg/dL) (29). Im Mittel wurden die Menge der täglich verabreichten Antihypertensiva von 2 auf 1,5 und der Phosphatbinder von 6,2 auf 4,9 Tabletten pro Tag reduziert. Die Lebensqualität nahm während der intermittierenden nächtlichen Dialyse zu (29).

Das Konzept der zentrumsbasierten NIHD bei Kindern und Jugendlichen wurde 2005 im eigenen Zentrum etabliert (30). Bislang sind 21 Kinder und Jugendliche in einer Beobachtungsstudie untersucht worden. Nach dem Wechsel von konventioneller Hämodialyse zur NIHD konnte die Anzahl an benötigten Phosphatbindern bei niedrigeren Serumphosphatwerten (Median: 1,4; Range: [0,5–3,6] versus Median: 2,1; Range: [1–3,6] mg/dL) reduziert werden. Zwei Patienten hatten unter konventioneller Dialyse eine linksventrikuläre Hypertrophie, die sich nach dem Wechsel zur NIHD zurückbildete. Ebenso konnte die antihypertensive Medikation reduziert werden. Die Fehltage in der Schule wurden signifikant weniger (12 versus 37 Tage innerhalb von 6 Monaten) und die Lebensqualität verbesserte sich (30).

Tägliche nächtliche Hämodialyse

Die tägliche nächtliche Hämodialyse wird 6–8 Stunden an 5–7 Tagen pro Woche (fast immer zu Hause) durchgeführt. Am meisten verbreitet ist dieses Verfahren in Ländern mit einer geringen Einwohnerdichte und damit verbundenen großen Distanzen zu einem Dialysezentrum wie zum Beispiel Kanada und Australien (17).

Eine prospektive, randomisierte Studie (17) mit geringer Fallzahl (Patienten unter intensivierter Dialyse n = 45) wählte die beiden primären kombinierten Endpunkte Rückgang der linksventrikulären Hypertrophie oder Tod und verbesserte gesundheitsbezogene Lebensqualität oder Tod (12-Monate Follow-up). Es zeigte sich kein Unterschied in beiden kombinierten Endpunkten bei täglicher nächtlicher Hämodialyse zu Hause (n = 45) im Vergleich zur konventionellen daheim durchgeführten Hämodialyse (n = 42). Patienten unter täglicher nächtlicher Hämodialyse daheim zeigten niedrigere Phosphatserumwerte und benötigten weniger antihypertensive Medikamente (17). Die geringe Fallzahl und die Compliance sind sicherlich das Hauptproblem der Studie. 25 % der Patienten mit täglicher nächtlicher Hämodialyse hatten weniger als 5 Sitzungen pro Woche. Es ist die einzige Studie, bei der die Hämodialyse in beiden Gruppen zu Hause durchgeführt wurde.

In den im Folgenden vorgestellten Studien wurde nicht zwischen zu Hause durchgeführter und zentrumsbasierter Hämodialyse unterschieden.

In einer weiteren prospektiven, randomisierten Studie (konventionelle versus tägliche nächtliche Hämodialyse) zeigte sich ein signifikanter Rückgang der linksventrikulären Masse (15,3 g; 95-%-KI: 1,0–29,6 g) (31). Die allgemeine Lebensqualität verbesserte sich zwar nicht, aber es waren Verbesserungen in spezifischen Lebensbereichen zu verzeichnen (Belastung durch die Nierenerkrankung). Die antihypertensive Medikation und die Menge an verabreichten Phosphatbindern fiel unter täglicher nächtlicher Hämodialyse geringer aus (31).

Bergman A et al. fanden bei 32 Patienten nach Wechsel von konventioneller zur täglichen nächtlichen Dialyse eine Reduktion der Hospitalisationsrate von 0,5 (± 0,15) auf 0,17 (± 0,06) stationäre Aufnahmen pro Jahr (32). Ebenfalls verringerte sich der Serumphosphatspiegel von 1,7 (± 0,1) auf 1,3 mg/dL (± 0,1).

Geary et al. etablierten 2002 ein tägliches nächtliches Heim-Hämodialyse-Programm für Kinder und Jugendliche (33, 34). Nach dem Wechsel zur täglichen nächtlichen Hämodialyse bestanden für die Patienten keine Flüssigkeits- oder Diätrestriktionen mehr. Die Phosphat- und PTH-Serumwerte waren deutlich erniedrigt. Allerdings ist die Aussagekraft der Ergebnisse ziemlich eingeschränkt, da nur 4 Patienten in die Beobachtung eingeschlossen waren (33, 34).

Bewertung der einzelnen Verfahren

Die einzelnen intensivierten Hämodialyseverfahren lassen sich aufgrund der Heterogenität der Gruppen und der unterschiedlichen Endpunkte nur beschränkt vergleichen.

Die intensivierten Hämodialyseverfahren verringern im Vergleich zur konventionellen Hämodialyse viele diätetische Restriktionen sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen. Die Studien, in denen die Phosphathomöostase untersucht wurde, zeigten einen Rückgang der Hyperphosphatämie und/oder einen geringeren Bedarf an Phosphatbindern (1618, 20, 2830, 32, 33). Hyperphosphatämie ist ein wesentlicher Risikofaktor für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen.

Der arterielle Blutdruck und/oder der Bedarf an Antihypertensiva sanken in allen Studien, die diese Parameter untersuchten (1618, 22, 2830, 35). Eine linksventrikuläre Hypertrophie als Surrogatparameter des kardiovaskulären Mortalitätsrisikos zeigte bei 4 von 5 Fallserien oder Studien eine Verringerung der linksventrikulären Muskelmasse (1618, 30, 31).

Die Frage nach der Lebensqualität lässt sich durch Analyse der vorliegenden Studien nicht beantworten. Nur in einer der vier prospektiven, kontrollierten Studien verbesserte sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität (16). In der Studie mit NIHD blieb die Lebensqualität unter NIHD gleich, während sie in der Beobachtungsgruppe unter konventioneller Hämodialyse schlechter wurde (18). Unter täglicher nächtlicher Hämodialyse verbesserten sich in einer Studie Teilbereiche der Lebensqualität (31); in der zweiten Studie konnte kein Unterschied festgestellt werden (17).

Auffällig war bei beiden intensivierten Verfahren mit hoher Dialysefrequenz (kurze tägliche und nächtliche tägliche) die hohe Zahl an Patienten, die zur konventionellen Dialyse wechselten oder eine unzureichende Dialysefrequenz aufwiesen (16, 17, 31). Ebenso zeigte sich eine höhere Komplikationsrate hinsichtlich des Gefäßzuganges (technisches Versagen) (16, 17). Somit scheinen vor allem die intensivierten Verfahren mit hoher Frequenz keine längerfristige Perspektive für viele Patienten darzustellen.

Ob die Intensivierung der Dialyse die Mortalitätsrate reduziert, ist anhand der veröffentlichten Studien nicht klar zu beantworten. Bei zwei der prospektiven, kontrollierten Studien zeigte sich ein Rückgang der Mortalität (16, 18); in einer Studie war kein Effekt zu verzeichnen (17). Unter Berücksichtigung der großen retrospektiven Studien gibt es widersprüchliche Ergebnisse: Unter NIHD war die Mortalitätsrate geringer als unter konventioneller Hämodialyse (28). Bei der kurzen täglichen Dialyse konnten Kjellstrand et al. einen Rückgang der Mortalität beobachten (21), wohingehen in einer Studie von Suri et al. die Mortalität stieg (24).

Resümee

Intensivierte Dialyseverfahren sind für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz eine überdenkenswerte Option. Diese ist realistischerweise nur in einem Heimdialyseverfahren oder in spezialisierten Zentren möglich, die eine nächtliche Hämodialyse anbieten. Psychosoziale Aspekte wie verbesserte Medikamentencompliance und die Möglichkeit für junge Patienten, bei nächtlich durchgeführte Verfahren am normalen Berufs- und Schulalltag teilzunehmen, können die Rehabilitation der Betroffenen perspektivisch verbessern.

Interessenkonflikt
Prof. Pommer bekam Kongressgebührenerstattung von der Firma Amgen und Honorare für Vorträge von den Firmen Baxter, Fresenius und Amgen.
Er ist Mitglied des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation.

Dr. Thumfart, Prof. Querfeld und Prof. Müller erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 20. 9. 2013, revidierte Fassung angenommen: 20. 1. 2014.

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dominik Müller
Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Nephrologie
Charité Universitätsmedizin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
dominik.mueller@charite.de

Zitierweise
Thumfart J, Pommer W, Querfeld U, Müller D: Intensified hemodialysis in adults, and in children and adolescents. Dtsch Arztebl Int 2014; 111(14): 237–43. DOI: 10.3238/arztebl.2014.0237

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Nephrologie, Universitätsmedizin Charité, Berlin:
Dr. med. Thumfart, Prof. Dr. med. Querfeld, Prof. Dr. med. Müller
Klinik für Innere Medizin – Nephrologie, Vivantes Humboldt-Klinikum, Berlin: Prof. Dr. med. Pommer
Überblick über die prospektiven, kontrollierten Studien zur intensivierten Hämodialyse
Überblick über die prospektiven, kontrollierten Studien zur intensivierten Hämodialyse
Tabelle 1
Überblick über die prospektiven, kontrollierten Studien zur intensivierten Hämodialyse
Überblick über die Beobachtungsstudien und Fallserien zur intensivierten Hämodialyse
Überblick über die Beobachtungsstudien und Fallserien zur intensivierten Hämodialyse
Tabelle 2
Überblick über die Beobachtungsstudien und Fallserien zur intensivierten Hämodialyse
Qualitativer Vergleich der konventionellen und der intensivierten Dialyseformen
Qualitativer Vergleich der konventionellen und der intensivierten Dialyseformen
Tabelle 3
Qualitativer Vergleich der konventionellen und der intensivierten Dialyseformen
Pädiatrisch spezifische Parameter
Pädiatrisch spezifische Parameter
Tabelle 4
Pädiatrisch spezifische Parameter
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