ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . .Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft veröffentlicht ab sofort alle relevanten Interessenkonflikte ihrer ordentlichen Mitglieder auf ihrer Internetseite. Warum?

Dtsch Arztebl 2014; 111(14): [4]

EB

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft veröffentlicht ab sofort alle relevanten Interessenkonflikte ihrer ordentlichen Mitglieder auf ihrer Internetseite. Warum?

Ludwig: Als Fachausschuss der Bundes­ärzte­kammer berät die Arzneimittelkommission die Bundes­ärzte­kammer in wissenschaftlichen Fragen des Arzneimittelwesens und bewertet Arzneimittel und therapeutische Strategien. Vor diesem Hintergrund führen insbesondere finanzielle Beziehungen zu pharmazeutischen Unternehmen, Herstellern von Medizinprodukten oder Industrieverbänden zu Interessenkonflikten, die das Risiko einer unangemessenen Beeinflussung erhöhen. In einem kontinuierlichen Diskussionsprozess hat die Arzneimittelkommission deshalb Regeln zum Umgang mit Interessenkonflikten entwickelt. Dazu gehören die Herstellung von Transparenz, die Reduktion von Interessenkonflikten sowie der Umgang mit Interessenkonflikten im Rahmen von Stellungnahmen und Bewertungen.

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Bei Mitgliedern der AkdÄ sind sowohl die Transparenz bei Interessenkonflikten als auch der korrekte Umgang mit ihnen eine wichtige Voraussetzung für eine unabhängige Bewertung von Arzneimitteln. Dass diese Transparenz aus dem Kreis der Mitglieder selbst heraus entwickelt wurde, wird hoffentlich ein positives Signal auch für andere Gruppierungen innerhalb der Ärzteschaft setzen.

Mit den aufgestellten Regeln zum Umgang mit Interessenkonflikten zeigen wir, dass es konstruktive Wege gibt, die Beeinflussung bei Bewertungen von Arzneimitteln durch die Industrie gering zu halten, gleichzeitig aber den wissenschaftlichen Fortschritt nicht zu behindern. EB

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