ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2014Arzneimittel: Die Ursache des Übels
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Das Lesen des Artikels hinterließ bei mir nur das Gefühl unbändiger Wut . . .

Ich habe Angst um das Wohl der Kinder.

Impfstoffe sind biologisch hergestellt. Sie sind nicht identisch im Sinne des Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetzes. Also erscheinen Rabattverträge für Impfstoffe von vornherein als illegal.

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Aber auch der gesunde Menschenverstand warnt: Die Firmen, die eine Ausschreibung „verlieren“, werden logischerweise die Produktion reduzieren. Nun gibt es aber nicht unendlich viele Impfstoffhersteller, so dass ein Ausfall einer Impfcharge kaum von anderen Mitbewerbern aufgefangen werden kann. Damit sind Versorgungslücken vorprogrammiert.

Die Schuld an dem heutigen Impfchaos trägt alleine die AOK. Sie wurde genügend vorgewarnt. Das – in meinen Augen – menschenverachtende Sparverhalten der AOK ist die Ursache des Übels.

Trotz eindeutiger Stellungnahmen und Warnungen vom Paul-Ehrlich-Institut oder des bvkj hat die AOK Rabattverträge durchgedrückt. Es kam, wie es kommen musste, und das nicht nur einmal.

Anstatt endlich anzuerkennen, dass der Rabattvertrag Menschen gefährdet und ihn schleunigst zu beenden, zum Wohle des deutschen Volkes, verlangt die AOK, dass die Politik nun noch eins draufsetzten solle und die Firmen zwingen, mehr zu produzieren. Nur damit die AOK sparen kann, würden Firmen in die Unwirtschaftlichkeit gezwungen.

Wie werden die wohl reagieren? Entweder sie produzieren mehr, als sie loswerden und gehen irgendwann bankrott, oder sie verkaufen ihren Impfstoff nicht mehr in Deutschland. Die Zeche zahlen die deutschen Kinder . . .

Harald Wirth, Facharzt für Kinder und Jugendliche,
88416 Ochsenhausen

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