ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2014Prävention: Lebenserwartung von Männern könnte gesteigert werden

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Prävention: Lebenserwartung von Männern könnte gesteigert werden

Dtsch Arztebl 2014; 111(14): A-568 / B-488 / C-468

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind groß: „Männer konsumieren häufiger Alkohol und Drogen, haben ein höheres Unfallrisiko und nutzen seltener Präventionsangebote“, erklärte Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, bei der Eröffnung des 2. gemeinsamen Männergesundheitskongresses der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesministeriums für Gesundheit in Berlin. Auf diese geschlechterspezifischen Herausforderungen wolle man mit dem geplanten Präventionsgesetz eine Antwort geben.

Der Konsum von Alkohol und Tabak ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Foto: mauritius images
Der Konsum von Alkohol und Tabak ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Foto: mauritius images

In der Gesundheitsberichterstattung des Bundes werde das Thema Männergesundheit kontinuierlich bearbeitet, berichtete Prof. Dr. med. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. Erkennbar sei, dass die Lebenserwartung von Männern und Frauen seit Jahrzehnten ansteige. Aktuell betrage sie für Männer 77,7 Jahre und sei damit 5 Jahre geringer als die der Frauen (82,7 Jahre).

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Den Daten zufolge sind mehr Männer als Frauen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. Dabei ist die koronare Herzkrankheit das vorherrschende Krankheitsbild. Insgesamt erkranken auch etwas mehr Männer als Frauen an Krebs. Im Jahr 2010 lag die geschätzte Anzahl der Neuerkrankungen für Männer bei 252 390, für Frauen bei 224 910. Insbesondere beim Bronchialkarzinom waren die geschätzten Zahlen der Neuerkrankungen und der Sterbefälle bei Männern 2010 doppelt so hoch wie die der Frauen. Auch von Unfällen sind Männer häufiger und schwerer betroffen als Frauen. Zudem leiden sie häufiger an Suchterkrankungen, aber seltener an anderen psychischen Störungen. ER

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