ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2014Gerichtsgutachten: Fragwürdige Praxis
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Ich bedanke mich bei Ihnen für die Darstellung dieser sehr interessanten Untersuchung. Diese Untersuchung ist leider eine Bestätigung des unbestimmten Gefühls, welches der eine oder andere Arzthaftungsrechtler immer schon hatte. Ich meine, dass eine Anschlussstudie zu den hier aufgeworfenen Fragen durchgeführt werden sollte, warum und in welchen Sachverhalten durch die Gerichte eine Tendenz vorgegeben wird. Ich bin der Ansicht, dass die Beschäftigung mit diesem Thema die Transparenz der Gutachten einerseits, aber andererseits auch die Transparenz der Gerichtsentscheidungen für den Bürger erhöht wird. Als Anwalt frage ich mich schon, ob aufgrund dieser Studie die Ablehnung des Gerichts durchführbar ist. Weiter sollten sich Gerichte fragen, warum diese nicht mit dieser Tendenzvorgabe transparent umgehen oder warum diese eine Vorgabe in den Raum stellen. Weiter bestätigt die Studie die Abhängigkeit der Gutachter von den Gerichten und dem aus den Gerichten kommenden Geldfluss. Aus meiner Sicht sollte dieses System abgeschafft werden, dass Tendenzen vorgegeben werden und, wie es der BGH vorgibt, eine Begutachtung dieses Lebenssachverhaltes vorgenommen wird. Fraglich ist auch und durch andere Stellen zu überprüfen, ob durch diese Tendenzvorgabe sich die Gerichte nicht einer Rechtsbeugung nach § 339 StGB schuldig gemacht haben.

Boris Segmüller, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte Waggershauser und Kollegen, 91207 Lauf

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