ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2014Case-Management-Programm für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

MEDIZIN: Originalarbeit

Case-Management-Programm für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz

Effektivität in Bezug auf die Mortalität, Krankenhauseinweisungen und -kosten

Case management program for patients with chronic heart failure— Effectiveness in terms of mortality, hospital admissions and costs

Dtsch Arztebl Int 2014; 111(15): 264-70; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0264

Hendricks, Verena; Schmidt, Simone; Vogt, Achim; Gysan, Detlef; Latz, Volker; Schwang, Ines; Griebenow, Reinhard; Riedel, Rainer

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Hintergrund: Herzinsuffizienz ist mit etwa 360 000 Fällen jährlich die häufigste Hauptdiagnose bei Erwachsenen in deutschen Krankenhäusern; die Behandlung der Erkrankung ist mit hohen Kosten verbunden. Anhand des Case-Management-Programms (CMP) „CorBene – Bessere Versorgung für Patienten mit Herzinsuffizienz“ wurde geprüft, inwieweit CMP-Patienten eine geringere Mortalitätsrate sowie eine geringere Hospitalisierungs- und Rehospitalisierungsrate im Vergleich zu Patienten aus der Regelversorgung aufweisen.

Methode: Routinedaten einer großen deutschen gesetzlichen Krankenkasse wurden analysiert. Nach Durchführung eines Propensity-Score-Intervall-Matchings wurden insgesamt 1 202 Patienten (Interventions- vs. Kontrollgruppe) im Hinblick auf die Endpunkte „Hospitalisierungs- und Rehospitalisierungsrate“ sowie auf die Variablen „jährliche Arzt-Kontakt-Rate“, „Mortalität“ und „stationäre Behandlungskosten“ untersucht.

Ergebnisse: Es zeigte sich eine geringere Krankenhauseinweisungs- sowie Wiedereinweisungsrate (6,2 %/18,9 % versus 16,6 %/36,0 %) zugunsten der Interventionsgruppe (p < 0,0001/p = 0,041). Die Mortalitätsrate war nicht signifikant verschieden (5,0 % versus 6,7 %; p = 0,217). Die Analyse der Hospitalisierungsdaten ergab keine signifikanten Gruppenunterschiede bezüglich der Länge des Kranken­haus­auf­enthaltes sowie der Kosten für die herzinsuffizienzbedingte Krankenhausbehandlung pro Aufenthalt. Allerdings lagen die durchschnittlichen jährlichen Kosten der stationären Behandlung in der CMP-Gruppe mit 222,22 € je Patient 67,5 % unterhalb des Kostenwertes für die Kontrollgruppe (683,88 €) (p < 0,0001).

Schlussfolgerungen: In der Interventionsgruppe wurden weniger Patienten hospitalisiert und rehospitalisiert sowie geringere stationäre Behandlungskosten festgestellt, während die Arzt-Kontakt-Rate im Vergleich zur Kontrollgruppe anstieg.

LNSLNS

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung und der medizinische Fortschritt mit der Folge einer sinkenden Letalität ischämischer Herzerkrankungen lässt erwarten, dass die Inzidenz der Herzinsuffizienz (HI) in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Dies wird eine Herausforderung sowohl auf Kostenträger- als auch Leistungserbringerseite darstellen (1, 2). Die Neuerkrankungsrate der Herzinsuffizienz liegt bei 10 je 1 000 Einwohner in der Altersklasse über 65 Jahren (3). Neben einer ausgeprägten Morbidität ist die Erkrankung zusätzlich mit einer ungünstigen Prognose und damit einer hohen krankheitsbezogenen Sterblichkeit verbunden. Insgesamt sterben 52,3 % aller erkrankten Patienten mit Herzinsuffizienz innerhalb von fünf Jahren nach der Erstdiagnose (3). In Deutschland nimmt die Erkrankung einen hohen Stellenwert ein und ist mit rund 49 000 Fällen im Jahr 2008 die dritthäufigste Todesursache (4). Im Jahr 2009 war sie mit einer Anzahl von 363 700 Fällen (ICD-10 I50) zudem die am häufigsten gestellte Hauptdiagnose in deutschen Krankenhäusern – mit Ausnahme gesunder Neugeborener (5). Zusätzlich ist der Krankheitsverlauf von häufigen Rehospitalisierungen geprägt: 23 % der hospitalisierten Patienten werden innerhalb von 30 Tagen nach ihrem Erstaufenthalt wieder stationär aufgenommen; die 6-Monats-Rehospitalisierungsrate liegt sogar bei 44–50 % (68). Die direkten HI-bedingten Kosten sind in Deutschland in den letzten Jahren konstant gestiegen und erreichten im Jahr 2008 eine Rekordsumme von 3,2 Mrd. €, was einem Anteil von 1,2 Prozent an den gesamten Gesundheitsausgaben in Deutschland entsprach. Rund 45 % (1,45 Mrd. €) der Krankheitskosten entfallen allein auf die stationäre Krankenhausversorgung (9).

Diese Studie zeigt, dass durch ein Case-Management-Programm (CMP) für Patienten mit Herzinsuffizienz die Zahl der Kranken­haus­auf­enthalte und Rehospitalisierungen reduziert werden kann. Dadurch können zusätzliche Einsparungen im Bereich der stationären Behandlungskosten erzielt werden. Weiterhin wurde analysiert, inwieweit eine CMP-Teilnahme einen Einfluss auf die Mortalität hat.

Die klinische Heterogenität (zum Beispiel bezogen auf die Grunddaten der Studiengruppen) gilt als eine bedeutende Variable vor allem in klinischen Feldstudien. Nach Gartlehner et al. (10) kann die patientenbezogene Heterogenität eines Krankheitsbildes zu einer Modifikation der gemessen Ergebnisse sowie zu einer statistischen Heterogenität führen. Dieser Effekt kann größer als der geschätzte Zufallsfehler sein (10). Die CorBene-Felddaten bilden medizinische Versorgungsdaten von Herzinsuffizienz-Patienten ab, die routinemäßig in kardiologischen sowie hausärztlichen Praxen behandelt werden. Demzufolge besteht zukünftig die Aufgabe, medizinische patientenbezogene Daten aus der Routineversorgung mit den GKV-Versicherten-Daten in pseudonymisierter Form zu koppeln. So wird es möglich sein, kontinuierlich Daten aus der Routineversorgung zu erforschen. In diesem Fall stellt die Datenqualität eine besondere Herausforderung im Hinblick auf Vollständigkeit sowie inhaltliche Plausibilität dar.

Patienten und Methoden

Studiendesign

Im Rahmen der Studie wurden Routinedaten einer großen deutschen gesetzlichen Krankenkasse aus den Jahren 2005 bis 2009 analysiert. Aufgrund des – nicht randomisierten – Einbezuges von Patienten aus der Regelversorgung kann diese Studie als eine Feldstudie eingestuft werden. Demzufolge kommt das Profil der einbezogenen Patienten einem Herzinsuffizienz-Patienten in einer niedergelassenen Arztpraxis sehr nahe, was somit auch eine gewisse Heterogenität der in diese Untersuchung einbezogenen Patienten bedingt. Basierend auf einem Propensity-Score-Interval-Matching wurde ein Kontrollgruppendesign entwickelt und angewandt. Hierbei wurden die Daten von HI-Patienten, die im Rahmen der gesetzlichen Regelversorgung in Deutschland behandelt wurden (= Kontrollgruppe) mit denen der CMP-Patienten (= Interventionsgruppe) verglichen. Um an dem CMP teilnehmen zu können, mussten zuvor definierte Kriterien, die von dem behandelnden Kardiologen vor Einschreibung in das Programm geprüft wurden, erfüllt sein. Die Bildung der Kontrollgruppe erfolgte retrospektiv mit Hilfe der Routinedaten der gesetzlichen Krankenkasse. Daher differieren die Einschreibekriterien zwischen der Kontroll- und der Interventionsgruppe geringfügig, was jedoch ein typisches Merkmal der Versorgungsforschung ist. Zusätzlich zu Patienten- und ökonomischen Daten, wurden in die Auswertung Daten über die erhaltenen medizinischen Leistungen, Mortalitäts- sowie Arzneimitteldaten einbezogenen. Soziodemografische Daten und Daten zu Komorbiditäten konnten aus den Routinedaten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung nicht gewonnen werden. Die Ergebnisse der Arzneimittelanalysen werden in einem gesonderten Artikel veröffentlicht.

Studienpopulation

Die Datenstichprobe unserer Studie setzt sich zusammen aus Herzinsuffizienz-Patienten jedes Alters, die zwischen dem 1. Juli 2005 und dem 31. Dezember 2009 kontinuierlich bei der größten gesetzlichen Krankenkasse (bezogen auf die Krankenkassen, die an dem CMP als Vertragspartner teilnahmen) versichert waren. Demnach können zwei Patientengruppen definiert werden:

CMP-Gruppe (n = 1000) – Alle Patienten mit kontinuierlichem Versicherungsschutz während des Beobachtungszeitraums, die von ihrem Kardiologen in das CMP eingeschrieben wurden (demnach „Teilnehmer“), wurden der Interventionsgruppe zugeordnet. Die Teilnahme der Patienten am CMP war freiwillig. Als Voraussetzung für die Einschreibung mussten folgende Kriterien erfüllt sein:

  • klinische Symptome einer HI nach NYHA-Klassifizierung (Kasten) (11)
  • Nachweis einer ventrikulären Funktionsstörung
  • Codierung der bestätigten HI-Diagnose („gesicherte Diagnose“) im Rahmen der Standardversorgung („Regelversorgung“) des gesetzlichen deutschen Gesundheitssystems.
New York Heart Association (NYHA) Klassifikation
New York Heart Association (NYHA) Klassifikation
Kasten
New York Heart Association (NYHA) Klassifikation

Patienten, die die genannten Einschreibungskriterien nicht erfüllten, konnten nicht in das CMP aufgenommen werden. Aufgrund unzureichender Daten wurden Patienten mit einer CMP-Teilnahme von weniger als sechs Monaten ausgeschlossen.

Nicht-CMP-Gruppe (n = 9 626) – Die Kontrollgruppe (= Nicht-CMP-Gruppe) besteht aus Patienten mit einer gesicherten HI-Diagnose innerhalb der deutschen Regelversorgung. Als Voraussetzung, um der Kontrollgruppe zugeordnet werden zu können, mussten die nachfolgenden Kriterien erfüllt sein:

  • kontinuierliche Kran­ken­ver­siche­rung über den Beobachtungszeitraum
  • kein CMP-Teilnehmer
  • Codierung der gesicherten HI-Diagnose (ICD-10 I50) unter Angabe der NYHA-Klassifikation im Rahmen der deutschen Regelversorgung in den ersten beiden Quartale des Jahres 2005.

Matching-Prozedere und statistische Analyse

Um die Vergleichbarkeit der gebildeten Patientengruppen zu gewährleisten, wurde ein Propensity-Score-Intervall-Matching angewandt (12). Zur Minimierung von Selektionseffekten und zur Bereinigung von Störfaktoren erfolgte die Ermittlung der Propensity-Scores mit Hilfe einer schrittweisen logistischen Regression mit den unabhängigen Variablen Alter, Geschlecht und NYHA-Stadium, bestimmt durch die fünfte Stelle des ICD-Schlüssels.

Nach Ausschluss der Fälle, für die kein statistischer Zwilling gefunden werden konnte, bestand die finale Interventions- und Kontrollgruppe jeweils aus 601 Patienten. Die Überlebenskurven wurden mit Hilfe der Kaplan-Meier-Methode konstruiert; die Unterschiede zwischen den Patienten der Interventions- und der Kontrollgruppe wurden dabei durch den Log-Rank-Test analysiert. Der Beobachtungszeitraum betrug insgesamt 54 Monate und begann am 1. Juli 2005. Die statistischen Tests wurden mit der Statistik-Software IBM SSPS Statistics (Version 19) durchgeführt.

Hypothesen

Die zentrale Hypothese der Studie ist, dass eine CMP-Beteiligung die Anzahl der Kranken­haus­auf­enthalte und die Rate der Wiederaufnahmen von HI-Patienten reduziert, wodurch folglich Kosteneinsparungen im Vergleich zur Regelversorgung erreicht werden. Für die Evaluation der Hospitalisierungsdaten waren die Fälle relevant, bei denen zum Zeitpunkt der Krankenhausentlassung die HI als Hauptdiagnose kodiert wurde. Darüber hinaus wurden folgende Variablen untersucht: Mortalitätsrate, Arztkontakte im Rahmen der ambulanten Versorgung (Hausarzt + Kardiologe) und die krankheitsbedingten Kosten für die stationäre Behandlung aus Sicht des Krankenversicherers.

Hauptmerkmale des CMP

Das CorBene-CMP wurde im Jahr 2005 entwickelt und wird durch folgende Komponenten charakterisiert:

  • Anwendung einer leitlinienbasierten Arzneimitteltherapie anhand einer vordefinierten Positivliste (einschließlich Arzneimittel-Interaktionen), welche als verbindliche Leitlinie für alle teilnehmenden Ärzte gilt.
  • frühzeitige Einbindung des Facharztes (Kardiologe) und Garantie eines fachärztlichen Termins innerhalb von 10 Tagen nach der Ersteinschreibung
  • Durchführung von kardiologischen Kontrolluntersuchungen in vorgeschriebenen Intervallen (keine Begrenzung der fachärztlichen Versorgung)
  • Verordnung von Telemedizin und Anwendung eines telemedizinischen Monitorings.

Das Ziel des CorBene-Programms ist die verbesserte Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz, bei gleichzeitiger Gewährleistung einer hohen Qualität der medizinischen Behandlung und optimierter Nutzung der Ressourcen. Die enge Kooperation zwischen den verschiedenen Leistungserbringern und die verpflichtende Dokumentation in Form von Evaluationsbögen garantieren einen laufenden Informationsaustausch zwischen dem Kardiologen und dem Hausarzt und sollen zudem unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden. Durch einen leitliniengerechten Behandlungsplan wird sichergestellt, dass die CMP-Teilnehmer eine Behandlung nach dem neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Forschungsstand erhalten. Nach 5-jähriger Entwicklung ist CorBene heute das bundesweit größte CMP (mit rund 4 300 Patienten und 95 teilnehmenden gesetzlichen Krankenkassen) und wird weiterhin fortgeführt.

Ergebnisse

Patientengrunddaten

Im Rahmen der Evaluation wurden insgesamt 1 202 Patienten unter Berücksichtigung der zuvor definierten Variablen untersucht. Tabelle 1 zeigt die Grunddaten für die gesamte Studienstichprobe.

Grunddaten der Studiengruppe
Grunddaten der Studiengruppe
Tabelle 1
Grunddaten der Studiengruppe

Hospitalisierungsdaten

Tabelle 2 enthält die Ergebnisse der Analyse der Hospitalisierungsdaten. Während 6,2 % der Patienten der Interventionsgruppe mit der Hauptdiagnose HI stationär behandelt wurden, betrug der Anteil innerhalb der Kontrollgruppe 16,6 % (p < 0,0001). Um einen möglichen Effekt der geringfügig unterschiedlichen NYHA-Stadienverteilung zwischen der Kontroll- und der Interventionsgruppe zu bewerten, erfolgte eine zusätzliche Clusterung der Hospitalisierungsdaten nach NYHA-Stadien. Im Vergleich zur Interventionsgruppe konnten in der Kontrollgruppe in allen NYHA-Stadien höhere HI-bezogene Hospitalisierungsraten ermittelt werden (Grafik 1). Eine Analyse der Rehospitalisierungsdaten (erneute HI-bedingte stationäre Aufnahme nach einem Erstaufenthalt) zeigt ebenfalls Gruppenunterschiede (Tabelle 2).

Hospitalisierungrate nach NYHA-Stadium
Hospitalisierungrate nach NYHA-Stadium
Grafik 1
Hospitalisierungrate nach NYHA-Stadium
Ergebnisse der Hospitalisierungsdaten
Ergebnisse der Hospitalisierungsdaten
Tabelle 2
Ergebnisse der Hospitalisierungsdaten

Arztkontakt- und Mortalitätsrate

Ein weiteres Kriterium unserer Studie war, wie häufig die Patienten ambulante medizinische Leistungen durch ihren behandelnden Hausarzt oder Kardiologen aufgrund ihrer HI erhielten. Die Ergebnisse belegen durchschnittlich 2,2 (SD ± 2,2) [95-%-KI: 2,0; 2,4] Arztkontakte pro Jahr in der Interventionsgruppe und 1,8 (SD ± 2,0) [95-%-KI: 1,6; 2,0] Arztkontakte pro Jahr in der Kontrollgruppe (Mann-Whitney-U-Test p = 0,001). Grafik 2 zeigt die Überlebensdaten der Patienten für beide Gruppen (Kaplan-Meier-Kurve). Die Gesamtmortalität (Tod jeglicher Ursache) innerhalb der beiden Gruppen der Matched-Pairs betrug 5,0 % in der Interventionsgruppe [95-%-KI: 3,4; 6,7] und 6,7 % in der Kontrollgruppe (Log-Rank-Test p = 0,217).

Kaplan-Meier-Überlebenskurven der Matched-Pairs
Kaplan-Meier-Überlebenskurven der Matched-Pairs
Grafik 2
Kaplan-Meier-Überlebenskurven der Matched-Pairs

Behandlungskosten

Die Analyse der Krankenhausverweildauern zeigt keinen relevanten Unterschied zwischen der Interventions- und der Kontrollgruppe (9,74 Tage [95-%-KI: 8,3; 11,3] versus 10,00 Tage [95-%-KI: 8,7; 11,5]) (Mann-Whitney-U-Test p = 0,804). Auch hinsichtlich der Durchschnittskosten pro HI-bezogenem Kranken­haus­auf­enthalt zeigen die Ergebnisse mit durchschnittlich 2 841,59 € (SD ± 766,04) [95-%-KI: 2 627,51; 3 076,12] in der Interventionsgruppe und 2 651,71 € (SD ± 1 229,61) [95-%-KI: 2 476,87; 2 845,63] in der Kontrollgruppe (Mann-Whitney-U-Test p = 0,205) keine signifikanten Unterschiede. Betrachtet man jedoch die jährlichen HI-bezogenen Hopsitalisierungskosten pro Patient, so lag dieser Wert bei 222,22 € [95-%-KI: 145,10; 307,77] in der Interventionsgruppe im Vergleich zu 683,88 € [95-%-KI: 522,33; 850,70] in der Kontrollgruppe (Mann-Whitney-U-Test p < 0,0001). Für jeden CMP-Teilnehmer erzielte die Krankenkasse somit eine durchschnittliche jährliche Ersparnis von 461,66 € im Vergleich zu einem Patienten der Regelversorgung. Aufgrund nicht verfügbarer Daten ambulanter Behandlungskosten konnten die Gesamtkosten nicht in die Analysen mit einbezogen werden.

Diskussion

Als Folge der demografischen Entwicklung wird die Zahl der HI-Patienten weiter steigen. Vor dem Hintergrund der damit verbundenen größer werdenden Ressourcenknappheit erlangen CMPs für die Behandlung chronischer Krankheiten zunehmend mehr öffentliches Interesse. Im Rahmen dieser Studie untersuchten die Autoren die Auswirkung eines CMPs für HI-Patienten hinsichtlich Hospitalsierungen und stationäre Wiedereinweisungen sowie der Mortalität, der Arzt-Kontakt-Rate und der damit verbundenen krankheitsbedingten stationären Behandlungskosten im Vergleich zu Patienten der Regelversorgung. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Patienten mit chronischer HI, die eine Behandlung basierend auf den genannten CMP-Komponenten erhielten, die Hospitalisierungsrate verringert werden konnte. Hierdurch werden sowohl ein Mehrwert für die Patienten als auch ein positiver Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Behandlung erzielt. Es wurde verdeutlicht, dass durch die Teilnahme an einem CMP die Rate der Krankenhauseinweisungen um 10,4 % reduziert werden kann. Im Bereich der Rehospitalisierungen konnte eine Reduktion von 17,1 % im Vergleich zur Standardversorgung beobachtet werden. Diese Werte korrelieren mit den Ergebnissen von Rich et al., die in ihrer Studie von einer Absenkung der Rehospitalisierungsdaten von HI-Patienten um 13 % berichten (13). Ein von Rich durchgeführtes systematisches Review, welches insgesamt 16 Studien zum Thema „Herzinsuffizienz Disease-Management-Programme“ einbezog, belegt, dass alle Studien bedeutende Erfolge in Bereichen wie der Verringerung von Krankenhauseinweisungen vorwiesen (14). Während Disher et al. feststellten, dass die Krankenhausverweildauer von CMP-Teilnehmern durchschnittlich 3,9 Tage betrug und somit durchschnittlich 2,1 Tage kürzer war als die von Nicht-Teilnehmern (15), konnte die Studie der Autoren diese Ergebnisse nicht stützen. In Anbetracht der geringeren Hospitalisierungs- und Rehospitalisierungsrate führt eine CMP-Teilnahme zu einer effektiven jährlichen Kostenersparnis von 461,66 € pro Patient im Vergleich zu den Hospitalisierungskosten der Regelversorgungspatienten. Obwohl Galbreath et al. keinen Kostenvorteil von HI-CM-Programmen in ihrer Studie beschrieben (16), korrelieren die Ergebnisse der Autorenstudie mit denen einer großen Zahl vergleichbarer Studien (1720). Daraus kann geschlussfolgert werden, dass CM-Behandlungskonzepte zu Kosteneinsparungen sowie einer qualitativen Verbesserung führen. Expertendiskussionen sollten sich demnach mehr auf CMPs für relevante chronische Erkrankungen konzentrieren.

Limitationen

Zu Beginn des Beobachtungszeitraums war nicht bekannt, wie lange der Versicherte bereits an der Herzinsuffizienz erkrankt war. Ein weitere Limitation ist die begrenzte Beobachtungsdauer der Studie. Dies kann dazu führen, dass Krankenhauseinweisungen nach Beendigung der Beobachtung nicht berücksichtigt wurden. Zusätzlich mussten Patienten mit einer CMP-Beteiligung von weniger als sechs Monaten aufgrund fehlender Daten von der Analyse ausgeschlossen werden, weil diese das Ergebnis sonst hätten verzerren können. Weiterhin muss darauf hingewiesen werden, dass es sich bei der Studie der Autoren um eine nicht-randomisierte Propensity-Score-Matched-Analyse von Routinedaten einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse handelt. Aufgrund der freiwilligen Teilnahme konnten weder die Ärzte noch die Patienten den Gruppen durch Zufallsprinzip zugeordnet werden. In das Matching-Prozedere konnten keine soziodemografischen Daten und Daten bezüglich Komorbiditäten einbezogen werden, weil die Krankenkasse keine passenden Daten zur Verfügung stellen konnte. Ein Selektionsbias innerhalb der Studie kann nicht komplett ausgeschlossen werden (zum Beispiel könnten die CMP-Teilnehmer auch ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein oder eine besseres kooperatives Verhalten aufweisen). Aufgrund der zur Verfügung stehenden Routinedaten und damit keiner Angabe zur Todesursache konnte für die Auswertung der Sterblichkeitsraten nur die Gesamtmortalität berücksichtigt werden. Trotz der hohen Relevanz von Routinedatenanalysen (weil sie das tatsächliche Versorgungsgeschehen in Deutschland abbilden), sind solche Studien heutzutage noch eher selten, obwohl gerade diese Ergebnisse einen Mehrwert für die Versorgungsforschung darstellen. Eine weitere mögliche Einschränkung der Studie ist die fragliche Repräsentativität der Studienpopulation mit der deutschen Bevölkerung, weil alle Patienten bei der gleichen Krankenkasse versichert waren. Außerdem wurden nur die Patienten in die Studie eingeschlossen, die kontinuierlich über den Beobachtungszeitraum versichert waren. Im Hinblick auf die analysierten Effektgrößen, schätzen die Autoren, dass die Unterschiede mit dem Fortlaufen des CMPs noch deutlicher werden, weil einige der analysierten Effekte sich erst nach einem längeren Zeitraum manifestieren.

Interessenkonflikt

Das Institut für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung der Rheinischen Fachhochschule Köln, das mit der wissenschaftlichen Begleitung des CorBene-Programms beauftragt war, erhielt von den teilnehmenden Betriebskrankenkassen eine Aufwandsentschädigung für die Erfassung und Analyse der Daten.

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 18. 12. 2012, revidierte Fassung angenommen: 20. 11. 2013

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dipl.-Kfm. (FH) Rainer Riedel
Institut für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung
Rheinische Fachhochschule Köln gGmbH
Schaevenstraße 1a/b, 50676 Köln
riedel@rfh-koeln.de

Zitierweise
Hendricks V, Schmidt S, Vogt A, Gysan D, Latz V, Schwang I, Griebenow R, Riedel R: Case management program for patients with chronic heart failure— Effectiveness in terms of mortality, hospital admissions and costs.
Dtsch Arztebl Int 2014; 111(15): 264–70. DOI: 10.3238/arztebl.2014.0264

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Kliniken der Stadt Köln, Krankenhaus Merheim, Klinik für Kardiologie, Angiologie und Diabetologie, Köln, Deutschland: Prof. Dr. med. Griebenow
Hospitalisierungrate nach NYHA-Stadium
Hospitalisierungrate nach NYHA-Stadium
Grafik 1
Hospitalisierungrate nach NYHA-Stadium
Kaplan-Meier-Überlebenskurven der Matched-Pairs
Kaplan-Meier-Überlebenskurven der Matched-Pairs
Grafik 2
Kaplan-Meier-Überlebenskurven der Matched-Pairs
New York Heart Association (NYHA) Klassifikation
New York Heart Association (NYHA) Klassifikation
Kasten
New York Heart Association (NYHA) Klassifikation
Grunddaten der Studiengruppe
Grunddaten der Studiengruppe
Tabelle 1
Grunddaten der Studiengruppe
Ergebnisse der Hospitalisierungsdaten
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  • Sektorenübergreifendes Case-Management
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    Rümenapf, Gerhard; Boettrich, Johannes Georg; Nagel, Norbert; Morbach, Stephan
  • Methodische Mängel
    Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 680-1; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0680b
    Schink, Tania
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 681; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0681
    Riedel, Rainer; Hendricks, Verena

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