ArchivDeutsches Ärzteblatt9/1999Aktivkohle zur Entschärfung bei Flatulenz

MEDIZIN: Referiert

Aktivkohle zur Entschärfung bei Flatulenz

w

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Weltweit befassen sich nur wenige Wissenschaftler mit dem Symptom Flatulenz. Als Kapazität und als "king of farts" gilt Michael Levitt vom Minneapolis Veterans Affairs Medical Center. Der Autor hat in einer Studie an 16 gesunden Probanden Darmgase auf ihren Schwefelgehalt hin untersucht. Gleichzeitig erfolgte eine subjektive Geruchsprüfung durch zwei unabhängige Untersucher. Die Probanden erhielten zur Gasproduktion Bohnen und Laktulose, gemessen wurden Schwefelwasserstoff, Methan-Thiol und Dimethylsulfid. Schwefelwasserstoff war dabei für den unangenehmen Geruch verantwortlich.
Ob allerdings der Vorschlag des Autors, durch ein mit Aktivkohle gefülltes Pups-Kissen die schwefelhaltigen Gase an ihrem Austreten in die Umgebung zu hindern, realistisch ist, muß offen gelassen werden. Doch könnte Aktivkohle in Kombination mit einem Entschäumer, wie dies in dem Präparat Kramik angeboten wird, denselben Effekt zeitigen. w


Suarez FL, Levitt M: Identification of gases responsible for the odour of human flatus and evaluation of a device purported to reduce this odour. Gut 1998; 43: 100-104.
Research Office (151), Minneapolis Veterans Affairs Medical Center, Veterans Drive, Minneapolis, MN 55417, USA.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Der klinische Schnappschuss

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote