Editorial

Editorial

Medizin studieren, 2/2014: 3

Hibbeler, Birgit

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Dr.med. Birgit Hibbeler, Redakteurin Deutsches Ärzteblatt
Dr.med. Birgit Hibbeler, Redakteurin Deutsches Ärzteblatt

„Medizinstudienplätze dürfen nicht nur nach der Abiturnote vergeben werden!“ Wenn diese Forderung laut wird – wie zuletzt beim Chirurgenkongress (S. 5) –, dann steckt dahinter mitunter auch der Wunsch, dass mehr männliche Bewerber zum Studium zugelassen werden – trotz ihrer oft schlechteren Noten. Die Forderung drückt eine Sehnsucht nach den guten alten Zeiten aus, als der Arzt – männlich und einsatzbereit – noch heldenhaft bis zum Umfallen arbeitete.

Mittlerweile haben die Frauen die Medizin erobert, und zwar alle Bereiche bis hin zur Urologie (S. 18). Wer das bedauerlich oder merkwürdig findet, muss sich fragen lassen, wieso die Gynäkologie so lange Zeit ein männlich dominiertes Fach sein durfte, ohne dass es jemanden störte.

Anzeige

Die Fachgesellschaften werben um den Nachwuchs (S. 12). Wenn es ihnen damit ernst ist, sollten sich ihre Vertreter aber auch von alten Stereotypen verabschieden und von der Vorstellung, dass Frauen weniger leistungsfähig sind.

Ganz ohne Stereotypen scheint es allerdings nicht zu gehen. Was gibt es Schöneres, als wenn sich Assistenzärztin Meredith Grey in Oberarzt Dr. Derek Shepherd verliebt? Attraktiv und kompetent: Das funktioniert nicht nur in der TV-Serie „Grey’s Anatomy“. Es kommt auch bei realen Patienten gut an, wie eine Umfrage zeigt (S. 14).

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema