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10 Jahre bvmd: bvmd wirkt!

Medizin studieren, 2/2014: 22

Kerth, Janna-Lina; Napierala, Hendrik

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Text: Janna-Lina Kerth, 9. Semester, Aachen; Hendrik Napierala, 5. Semester, Berlin

Foto: bvmd
Foto: bvmd

Es ist noch früh, kalt ist es auch, wir sind mit der Bahn unterwegs, quer durch Deutschland, mal wieder. Mit der bvmd kommt man rum, die Bahn macht mit uns gute Geschäfte. Wir tragen rote bvmd-Pullover, haben einen Rucksack dabei. In Frankfurt müssen wir umsteigen. Im Gewimmel sehen wir plötzlich dieses Rot, dann steht es neben uns auf dem Bahnsteig. Wir sprechen sie an. Bist du auch. . .? Ach ja, die bvmd! Wir trinken einen Kaffee. Kennst du auch. . .? Ach ja, er ist jetzt schon Facharzt! Weißt du noch. . .? Mehr Geschichten. Im nächsten Zug sitzen wir nebeneinander.

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Engagement kann verbinden. Was zunächst nur wie eine nette Anekdote über Pullis und Kaffee klingt, ist eigentlich viel mehr: Die Idee, Medizinstudierende zu verbinden, eine Organisation zu schaffen, entstand bald nach dem Zweiten Weltkrieg und war revolutionär. Erwin Odenwald, der zweite Präsident der International Federation of Medical Students’ Associations (IFMSA), fuhr noch durch das zerbombte Deutschland nach Dänemark, wo er mit jungen Studierenden aus ganz Europa gemeinsam an Projekten arbeitete. Engagement vereint. Anfang der Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts wagten Medizinstudierende das fast Undenkbare: ein gemeinsames Europa, eine gemeinsame Welt, eine Vertretung für alle Studierenden der Medizin. Engagement ist visionär!

Auch heute, viele Jahre später, ist das Engagement in der bvmd genau dies. Die Situation in Deutschland, in Europa, hat sich verändert – wir reisen bequem mit der Bahn –, aber unsere Arbeit ist noch immer von der Idee des Aufbruchs geprägt. Dafür stehen unsere Projekte: Sie sind nicht kommerziell, ehrenamtlich, ehrgeizig, für alle offen und jederzeit durch neue interessante Initiativen erweiterbar.

Die Erfolgsgeschichte

Die bvmd ging im Mai 2004 aus der damaligen Fachtagung Medizin (FTM) und dem Deutschen Famulantenaustausch (dfa) hervor. Seither ist sie die Stimme aller Medizinstudierenden in Deutschland und vertritt deren Interessen – gegenüber den Hochschulen, den Ärztekammern, der Politik. Drei- bis viermal pro Jahr treffen sich alle Interessierten aus den bvmd-Lokalgruppen – den Fachschaften – zur Mitgliederversammlung. Sie wählt den achtköpfigen Vorstand, der die bvmd für ein Jahr leitet.

Aber die bvmd ist noch viel mehr! Innerhalb des „Standing Committee on Professional Exchange/Research Exchange“ der Internationalen Föderation der Medizinstudierendenvereinigungen, IFMSA, schickt sie jährlich fast 400 Medizinstudierende für Famulaturen und Forschungsaufenthalte ins Ausland und nimmt gleichzeitig 350 ausländische Studierende an deutschen Fakultäten auf. Auch bietet sie die Möglichkeit, an Projekten in der Entwicklungsarbeit teilzunehmen.

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