ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2014Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Erneut vier Prozent Dividende

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Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Erneut vier Prozent Dividende

Dtsch Arztebl 2014; 111(16): A-702 / B-606 / C-584

Ollenschläger, Philipp

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Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank ist zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch 2014 entwickle sich bislang positiv.

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) betrachtet das Geschäftsjahr 2013 als ein erfolgreiches. „Wir haben unsere Ziele erreicht und manche sogar übertroffen“, sagte Herbert Pfennig, Vorstandssprecher der Apobank am 8. April in Frankfurt am Main. Dies sei gelungen, obwohl die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft weiterhin als herausfordernd einzustufen seien. Im vergangenen Jahr erzielte die Genossenschaftsbank einen Jahresüberschuss in Höhe von 47,4 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2012 ist dies eine Steigerung um 4,4 Prozent (2012: 45,4 Millionen Euro). Ihrer Ver­tre­ter­ver­samm­lung schlägt sie erneut eine Dividende von vier Prozent vor.

Das Hauptgebäude der Deutschen Apotheker- und Ärztebank in Düsseldorf. Die Genossenschaftsbank blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2013 zurück. Foto: ApoBank/Constantin Meyer
Das Hauptgebäude der Deutschen Apotheker- und Ärztebank in Düsseldorf. Die Genossenschaftsbank blickt zufrieden auf das Geschäftsjahr 2013 zurück. Foto: ApoBank/Constantin Meyer
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Starke Zuwächse bei Studierenden

2013 konnte die Apobank circa 8 500 neue Kunden gewinnen. Insbesondere bei Studierenden verzeichnete sie Zuwächse. Mit einem neuen Studentenpaket gewann sie in diesem Bereich 4 000 Neukunden. Ebenfalls um 4 000 stieg die Zahl der Mitglieder auf 104 092. „Das sind ausgesprochen positive Signale. Sie zeigen, dass unsere Kunden und Eigentümer auf ihre Standesbank vertrauen“, sagte Pfennig. Auch die Kontenzahl sei weiter gestiegen und habe die Schwelle von einer halben Million durchbrochen.

Operativ hat die Bank im Vergleich zum Vorjahr leichte Einbußen zu verzeichnen: Der Zinsüberschuss betrug im abgelaufenen Jahr 679,2 Millionen Euro (2012: 694 Millionen Euro). Dafür konnte der Verwaltungsaufwand um vier Prozent auf 460,7 Millionen Euro gesenkt werden. Hier habe sich das Zukunftsprogramm VorWERTs ausgezahlt.

Das Darlehensneugeschäft erzielte mit 5,6 Milliarden Euro ein Plus (2012: 4,3 Milliarden Euro). Das historisch niedrige Zinsniveau habe jedoch zu höheren Tilgungen und dadurch zu einem unveränderten Darlehensbestand geführt, erklärte Dr. Thomas Siekmann, Mitglied des Vorstands der Apobank. Doch die Apobank profitiere vom stabilen Wirtschaftswachstum sowie von der positiven Entwicklung im Gesundheitswesen.

Vermögensverwaltung um 350 Millionen Euro gestiegen

Die Bilanzsumme sank wegen des Abbaus bei den strukturierten Finanzinstrumenten planmäßig um 8,4 Prozent auf 34,7 Milliarden Euro (2012: 37,9 Milliarden Euro).

Ein bedeutendes Feld für Wachstum seien die Geldanlage und Vermögensverwaltung, sagte Pfennig. Hier habe es eine gezielte personelle Verstärkung gegeben. 2013 sei das betreute Volumen in der Vermögensverwaltung um 350 Millionen Euro auf circa 1,7 Milliarden Euro angestiegen. Insgesamt verwalte die Bank ein Depotvolumen von 6,6 Milliarden Euro.

Jahresbilanzen 2012, 2013 (in Millionen Euro)
Jahresbilanzen 2012, 2013 (in Millionen Euro)
Tabelle
Jahresbilanzen 2012, 2013 (in Millionen Euro)

Auf Nachfrage sagte Pfennig, dass auch das Jahr 2014 positiv für die Apobank begonnen habe: Die Provisionsergebnisse seien im ersten Quartal signifikant gestiegen.

Philipp Ollenschläger

Jahresbilanzen 2012, 2013 (in Millionen Euro)
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