ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2014Organspenden: Systemwechsel angesagt
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In Nördlingen hat im Dezember ein 30-jähriger Patient das jahrzehntelange verzweifelte Warten auf eine Organspende aufgegeben, er verweigerte die Dialyse und begab sich in ein Hospiz. Der Aufruf zu freiwilligen Organspenden verhallt. In unserer erfolgs- und fitnessorientierten Gesellschaft denkt doch niemand daran, dass er selbst durch Krankheit oder Unfall auf Intensivmedizin und auf eine Organspende angewiesen sein könnte, oder dass er selbst zum Spender werden könnte. Der chronische Mangel an Spenderorganen ließe sich nur durch einen entscheidenden Systemwechsel beheben: Dadurch, dass jeder automatisch Organspender wird, falls er nicht in einem Spenderausweis oder gegenüber seinen Angehörigen die Spende ausdrücklich ablehnt. Die Krankenkasse hätte die Pflicht, ihre Versicherten mit entsprechenden Ausweisen zu versorgen. Die Transplantationsmedizin könnte wesentlich entspannter zum Wohle der Patienten arbeiten.

Dr. med. Michael Hillenbrand, 86720 Nördlingen

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