ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2014Befragung der Niedergelassenen: Ärzte sollen ihre Arbeitssituation einschätzen

AKTUELL

Befragung der Niedergelassenen: Ärzte sollen ihre Arbeitssituation einschätzen

Dtsch Arztebl 2014; 111(16): A-669 / B-577 / C-557

Korzilius, Heike; Rieser, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Wie schätzen niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten ihre Arbeitssituation ein? Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, führt das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft zurzeit im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des NAV-Virchowbunds für den sogenannten Ärztemonitor eine repräsentative telefonische Befragung durch.

Insgesamt sollen 10 800 zufällig ausgewählte Ärzte und Psychotherapeuten befragt werden, wie die KBV mitteilt. Nach gut der Hälfte der Befragungszeit habe sich bereits eine gute Resonanz gezeigt: 6 400 Ärzte und Psychotherapeuten hätten sich bislang beteiligt. Die Teilnahme an der Befragung sei freiwillig, betont die KBV. Zur Ermittlung eines zuverlässigen Gesamtbildes sei es aber wichtig, dass möglichst viele Ärzte und Psychotherapeuten mitwirkten.

Die KBV weist zudem darauf hin, dass infas für den Ärztemonitor 2014 nicht alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten kontaktiert, sondern nur diejenigen aus der zufällig gezogenen repräsentativen Stichprobe. Wer Teil dieser Stichprobe sei und sich an der Befragung beteiligen wolle, müsse nicht selbst aktiv werden: Die Interviewer von infas meldeten sich in den nächsten Tagen und Wochen.

Anzeige

KBV und NAV-Virchowbund hatten bereits im Jahr 2012 einen Ärztemonitor initiiert. Dessen wichtigstes Ergebnis lautete: „Ärzten macht ihre Arbeit Spaß.“ Die Antworten fielen jedoch nicht nur positiv aus. So fand damals mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie nicht genug Zeit für die Behandlung ihrer Patienten hätten. Eine ähnlich große Zahl gab an, am Ende eines Arbeitstags „völlig erledigt“ zu sein. Auch die Unzufriedenheit mit einer als übermäßig empfundenen Verwaltungsarbeit kam deutlich zum Ausdruck.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #672734
isnydoc
am Montag, 21. April 2014, 09:38

Wie schätzt man die Aufgaben für den neuen Vorsitzenden Gassen ein?

Im Ärzteblatt-BW 04/2014 dazu:
"Dr. Gassen soll jetzt Ruhe in die KBV bringen und die Handlungsfähigkeit wieder herstellen."
Sollte die infas-Umfrage diesem Ziel etwa entgegenstehen?
Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema