ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 2/2014Öffentliche Konsultation zu Gesundheits-Apps

Supplement: PRAXiS

Öffentliche Konsultation zu Gesundheits-Apps

Dtsch Arztebl 2014; 111(17): [2]

Krüger-Brand, Heike E.

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Mit Bewegungs-Apps können Nutzer zum Beispiel individuelle Trainingspläne erstellen und Messwerte ihrer Übungen aufzeichnen. Foto: Fotolia/Maridav
Mit Bewegungs-Apps können Nutzer zum Beispiel individuelle Trainingspläne erstellen und Messwerte ihrer Übungen aufzeichnen. Foto: Fotolia/Maridav
  • Die Europäische Kommission hat am 10. April 2014 eine öffentliche Konsultation zum Thema „Mobile-Health-Dienste“ gestartet. Darin bittet sie um Vorschläge, wie die Gesundheit durch den Einsatz mobiler Geräte (Mobiltelefone, Tablets, Patientenüberwachungsgeräte und andere drahtlos angebundene Geräte) und Anwendungen weiter verbessert werden kann. Beispiele für Mobile-Health-Dienste sind Apps zur Messung von Vitalparametern oder zur Erinnerung an die Einnahme von Arzneimitteln, ebenso wie Fitness-und Enrährungs-Apps.

„Durch die mobile Gesundheitsversorgung werden weniger teure Kranken­haus­auf­enthalte erforderlich, und die Bürgerinnen und Bürger können ihre Gesundheit leichter selbst in die Hand nehmen“, erklärte hierzu die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroos, die auch für die Digitale Agenda zuständig ist. Mobile Health werde dazu beitragen, den Schwerpunkt von der Behandlung auf die Vorbeugung zu verlagern.

Auch aus Sicht des EU-Gesundheitskommissars Tonio Borg kann die Entwicklung und Nutzung von Mobile-Health-Lösungen „zu modernen, effizienten und nachhaltigen Gesundheitssystemen“ beitragen.

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Klärungsbedarf besteht aus Sicht der Kommission jedoch unter anderem bei Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes von mobilen Gesundheitsdiensten. Ein weiteres Problem ist auch die mangelnde Interoperabilität der verfügbaren Lösungen. Darüber hinaus müssen auch rechtliche Anforderungen an Lifestyle- und Gesundheits-Apps berücksichtigt werden, etwa im Zusammenhang mit der Frage, ob solche Apps als medizinische Geräte gelten und eine CE-Kennzeichnung benötigen.

Vor diesem Hintergrund sind Patientenverbände, Angehörige der Gesundheitsberufe, Gesundheitseinrichtungen, Behörden, App-Entwickler, Privatpersonen und alle sonstigen Interessenten aufgerufen, sich bis zum 3. Juli an der Befragung zu beteiligen (E-Mail: CNECT-GREEN-PAPER-mHealth@ec.europa.eu). Unter anderem geht es um Vorschläge und Empfehlungen, welche Sicherheits- und Leistungsanforderungen an Lifestyle- und Gesundheits-Apps gestellt werden sollten und welche Sicherheitsvorkehrungen für eine sichere Verarbeitung von Gesundheitsdaten erforderlich sind. KBr

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