Supplement: PRAXiS

E-Health: Die Zeit ist reif

Dtsch Arztebl 2014; 111(17): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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Foren, Blogs, Twitter – Patienten nutzen zunehmend soziale Medien als Informations- und Kommunikationsmittel. Die Ärzte hingegen, zumindest in Deutschland, verhalten sich diesbezüglich immer noch eher reserviert. Gründe dafür sind oft Unsicherheit und Unkenntnis, ebenso Skepsis, was den Datenschutz betrifft (siehe den Artikel, Seite 6).

Zuweilen kommt aber auch der Verdacht auf, dass der informierte und mündige Patient zwar gern zitiert, aber nicht wirklich gewünscht wird. Wie sonst ist das Ergebnis einer Umfrage zu verstehen, wonach rund 70 Prozent der Patienten hierzulande den Zugang zu ihrer digitalen Patentenakte haben wollen (so es diese gäbe), jedoch nur zwölf Prozent der Ärzte dies auch für wünschenswert halten (Studie von Accenture, siehe www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=148543).

Gleichzeitig sind es die Patienten und gesundheitsbewusste User von E-Health-Apps, die sich stärker mit ihren Ärzten vernetzen wollen und Impulse für E-Health geben. Um zu integrierten Lösungen zu kommen, bedarf es aber „einer Professionalisierung und Mehrwertgenerierung durch das Einbeziehen von Ärzten“ (Deloitte, „Perspektive E-Health“). Eine wesentliche Voraussetzung ist die Bereitschaft der Ärzte, sich darauf einzulassen. Die Zeit scheint reif dafür. Heike E. Krüger-Brand

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