Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Als Zeitzeuge der Naziverbrechen bin ich voller Angst, wenn ich im DÄ lese, dass wieder unser Erbgut unter Verdacht gestellt werden soll, Träger von „krankheits- und behindertenrelevanten Genvariationen“ zu sein, durch die „die Solidargemeinschaft nicht unnötig zu belasten“ sei. Offensichtlich wollen Interessengruppen die volkswirtschaftlich vorteilhafte Menschenzucht. Es ist dringend geboten, die Gruppierungen innerhalb der Ärzteschaft genauer zu verstehen, die Folgendes durchsetzen wollen: „Senkung der Behandlungskosten durch Vermeidung der Zeugung betroffener Individuen.“ Explizit wird propagiert, dass Ärzte die Existenz behinderter Menschen im volkswirtschaftlichen Interesse reduzieren.

Dieser Konflikt betrifft sowohl uns Ärzte als auch das Grundgesetz, das die Würde des Menschen als unantastbar definiert. Damit ist unvereinbar, dass Menschen zu präkonzeptionellen Reihenuntersuchungen motiviert werden sollen, um einem Erbgutachten entsprechend gegebenenfalls ganz auf die Partnerschaft oder auf leibliche Kinder zu verzichten oder das Ungeborene abtreiben zu lassen . . .

Dr. med. Rolf Ullner, 84405 Dorfen

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige