ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2014Videotelefonie-Projekt: Technik eilt zu Hilfe

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Videotelefonie-Projekt: Technik eilt zu Hilfe

Dtsch Arztebl 2014; 111(17): A-759

Bialowons, Ramona

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Etwa 70 pflegebedürftige Menschen nehmen in der Niederrhein-Stadt Goch seit einem Jahr an dem Projekt VITALIG („Versorgtes, interaktives, technikgestütztes, altersgerechtes Leben in Goch“) teil. Durch Videotelefonie mittels Bildtelefon können sie Angehörige, Ärzte, Pflegedienste und Apotheken von zu Hause aus kontaktieren. In dem gemeinsamen Projekt von der AOK Rheinland/Hamburg und der Deutschen Telekom wird erforscht, ob sich die Lebensspanne im eigenen Heim bei hilfebedürftigen Senioren durch Technik verlängern lässt.

Assistenzsysteme tragen dazu bei, die sozialen Kontakte von pflegebedürftigen Menschen zu stärken. Foto: Deutsche Telekom

Assistenzsysteme tragen dazu bei, die sozialen Kontakte von pflegebedürftigen Menschen zu stärken. Foto: Deutsche Telekom
Grundschrift_mit_Einzug">Erste Zwischenergebnisse nach einem Jahr: Schwere Wege bleiben den Senioren im Alter von 65 bis 97 Jahren durch die Lösung erspart. „Vor allem bringt die Videoverbindung zu den Familienangehörigen Sicherheit und Lebensqualität in den Alltag“, erläuterte Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK. Am häufigsten nutzten die Versicherten unter den Diensten nach Angabe der Krankenkasse mit circa 130 bis zu 140 Anrufen die Kontaktaufnahme zu den teilnehmenden Ärzten und Apotheken, gefolgt von den Pflegediensten (mit 120 Anrufen), von der Seniorenberatung und der Alltagshilfe (Einkaufen, kleine Reparaturen etc.).

Die sozialen Kontakte werden durch die Technikassistenz auch bei Pflegebedürftigkeit gestärkt. Vor allem die Kinder der Versicherten nehmen sie in Anspruch, um ihre Eltern zu erreichen. Dies trägt mit dazu bei, dass die Betroffenen länger zu Hause wohnen bleiben können. Dr. Axel Wehmeier, Leiter des Konzerngeschäftsfeldes Gesundheit der Telekom, betonte: „Das Pilotprojekt zeigt erfolgreich, welche Möglichkeiten moderne Technologien zu einem selbstbestimmten Leben eröffnen.“ Das Projekt läuft noch bis zum 30. Juni 2015 und wird anschließend evaluiert. RB

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