ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2014Arzneimittelfälschungen: Cave: Herceptin® , Alimta® und Humatrope®

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Arzneimittelfälschungen: Cave: Herceptin® , Alimta® und Humatrope®

Dtsch Arztebl 2014; 111(17): A-715 / B-619 / C-595

Zylka-Menhorn, Vera

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Mehrere gestohlene beziehungsweise gefälschte Chargen der Präparate Herceptin® (Wirkstoff: Trastuzumab), Alimta® (Wirkstoff: Pemetrexed) und Humatrope® (Wirkstoff: Somatropin) sind in Deutschland in den Handel gebracht worden. Wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mitteilen, wurden die Chargen in Italien gestohlen und dann illegal vermarktet. Sie gelangten über Großhändler und Parallelvertriebsunternehmen auf den deutschen Markt.

Es gibt konkrete Hinweise dar- auf, dass einzelne Fläschchen von Herceptin® 150mg i.v. verfälscht wurden. Daher werden vorsorglich nachfolgenden Chargen des Arzneimittels zurückgerufen: H4311B07, H4329B01, H4284B04, H4319B02, H4324B03, H4271B01, H4303B01, H4196B01, H4301B09, H4143B01.

Nach Angaben von PEI und BfArM gibt es folgende Hinweise auf Manipulationen:

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  • Auf den meisten Fläschchen stimmen die aufgedruckte Chargennummer und das Verfallsdatum nicht mit den Angaben auf der äußeren Verpackung überein.
  • Der Inhalt einiger Fläschchen ist flüssig. Herceptin® ist normalerweise ein weißgelbes Pulver.
  • Gummistopfen, Bördelkappe oder Deckel könnten manipuliert worden sein.
  • Die gefälschten Fläschchen sind ursprünglich als italienisches Herceptin® 150 mg gekennzeichnet, wurden für den deutschen Markt aber mit deutschsprachigen Etiketten überklebt.

Von Alimta® sind die Chargen C134092E, C021161E und C160908C betroffen, von Humatrope® C165977C.

Gefälschte Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden. Auffälligkeiten oder Hinweise auf eventuelle Manipulationen können dem PEI unter der Hotline 06103/77-1061 gemeldet werden. zyl

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