ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2014Christiane Höller: Einsatz für ungetrübte Badefreuden

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Christiane Höller: Einsatz für ungetrübte Badefreuden

Dtsch Arztebl 2014; 111(17): A-755 / B-651 / C-621

Rieser, Sabine

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Kabarettisten könnten bestimmt etwas Spaßiges daraus machen, dass das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium unlängst die Mitglieder der Schwimm- und Badebeckenwasserkommission beim Umweltbundesamt neu berufen hat. Doch deren Aufgaben sind durchaus ernst zu nehmen, wie Prof. Dr. med. Christiane Höller (56), die Vorsitzende, anschaulich erklärt.

Christiane Höller Foto: LGL Bayern
Christiane Höller Foto: LGL Bayern

Egal, ob man in einem alten Hallenbad schwimmt oder in einem neuen Spaßbad – nach dem Infektionsschutzgesetz muss das Wasser so beschaffen sein, dass man nicht erkrankt oder Krankheiten weiterverbreitet. Weil es aber kein eigenes Bundesgesetz oder eine Verordnung zur Wasserqualität von Schwimmbecken gibt, sind – neben dem technischen Regelwerk – die Empfehlungen der elfköpfigen Kommission die einzige Vorgabe für Badbetreiber und Überwachungsbehörden.

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Höller, Sachgebietsleiterin für den Bereich Hygiene im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, hat das Gebiet Hygiene schon im Studium fasziniert, „dessen Vielseitigkeit“, sagt sie. „Man kann in alle Richtungen arbeiten, toxikologisch, chemisch, mikrobiologisch, sich um Krankenhaushygiene kümmern oder um die Wasserqualität.“ An der Kommissionsarbeit schätzt sie den Austausch und die Konsenssuche. Letztere ist nicht einfach, auch weil „am Thema viele Berufe und Disziplinen arbeiten, aber leider zu wenig geforscht wird“.

Schwimmen gehen könne man unbesorgt, der Standard sei hoch, beruhigt sie. Privat ist Wasser nicht ihre Passion: Höller sitzt lieber auf dem Trockenen und liest. Sabine Rieser

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