ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2014Präventionsmodul: Kinder vor Internetrisiken schützen

MEDIEN

Präventionsmodul: Kinder vor Internetrisiken schützen

Dtsch Arztebl 2014; 111(18): A-804 / B-692 / C-656

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) und die Techniker-Krankenkasse, die sich beide im Bündnis White IT gegen Kinderpornografie im Internet (www.whiteit.de) engagieren, haben jetzt gemeinsam mit der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen und der Niedersächsischen Landesmedienanstalt ein neues Modul für die Präventionsarbeit entwickelt: einen „Elternbrief“ zur Auslage in Kinder- und Allgemeinarztpraxen. Darin erhalten Eltern praktische Tipps für die Begleitung und Anleitung ihrer Kinder im Internet (www.aekn.de; Rubrik Presseinformationen).

48 Prozent der Acht- bis Neunjährigen nutzen inzwischen das Internet. Foto: Fotolia/jackfrog
48 Prozent der Acht- bis Neunjährigen nutzen inzwischen das Internet. Foto: Fotolia/jackfrog

„Kinder und Jugendliche müssen vor gewaltverherrlichenden und extremen sexuellen Inhalten im Internet geschützt werden. Auch dürfen sie nicht Gefahr laufen, in Foren und Chaträumen in die Fänge pädophiler Triebtäter zu geraten“, erläuterte Dr. med. Gisbert Voigt, Vizepräsident der ÄKN und niedergelassener Kinder- und Jugendarzt. Er rät allen Eltern, Kinder im Grundschulalter bei ihren Internetaktivitäten zu begleiten und beratend zur Seite zu stehen. Voigt sieht vor allem auch die Kinderärzte in der Pflicht: „Von uns werden nicht nur therapeutische Maßnahmen erwartet, wir können Kinder und Eltern auch dabei unterstützen, die neuen Medien altersgerecht zu nutzen und Gefahren abzuwenden“, meinte der Pädiater.

Anzeige

Der KIM-Studie 2012 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest zufolge nutzen bereits 21 Prozent der Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und sieben Jahren das Internet. Bei den Acht- bis Neunjährigen sind es sogar 48 Prozent. Diese Kinder wenden oft Internetangebote an, die für Erwachsene konzipiert wurden, wie etwa Google, Facebook oder Youtube. Dabei stoßen sie zwangsläufig auf Inhalte, die nicht kind- oder jugendgerecht sind und traumatisieren können. Verantwortungsvolle Eltern sollen die Kinder im Internet begleiten und ihnen im besten Fall geeignete Internetangebote empfehlen, raten die Experten. Die Initiative White IT hat deshalb auf ihrer Website gute Internetangebote für Kinder zusammengestellt. EB

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema