ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2014Aktionsprogramm gefordert: Allergikerbund startet Unterschriftenaktion

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Aktionsprogramm gefordert: Allergikerbund startet Unterschriftenaktion

Rieser, Sabine

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Etwa ein Drittel aller Bundesbürger leidet mindestens einmal im Leben an einer allergischen Erkrankung. Allergien sind bei den 20- bis 40-Jährigen die häufigste chronische Erkrankung. Mit Hinweis auf diese Daten hat der Deutsche Allergie- und Asthmabund (daab) eine Unterschriftenaktion gestartet; er fordert von der Bundesregierung ein „Aktionsprogramm Allergien“.

Abbildung: DAAB, Fotolia
Abbildung: DAAB, Fotolia

Nur noch 1,5 Prozent der Ärzte verfügten über allergologische Fachkenntnisse in Form der entsprechenden Zusatzbezeichnung. Die Zahl der Arztpraxen, die allergologische Diagnostik und Therapie anbieten, habe seit 2007 um etwa 30 Prozent abgenommen. „Ein zusätzliches Versorgungshonorar für die Arbeit dieser Kollegen beziehungsweise die Allergologie wird nicht bereitgestellt“, hatte die Präsidentin des Ärzteverbands Deutscher Allergologen, Dr. med. Kirsten Jung, bereits 2012 kritisiert. „Der Einsatz der langwierigen Allergieimpfung wird dadurch bei Ärzten einfach viel zu schlecht oder gar nicht honoriert.“

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Die spezifische Immuntherapie wird je nach Bundesland unterschiedlich honoriert. Manche Kassenärztliche Vereinigungen stufen sie als förderungswürdige Leistung oder als Praxisbesonderheit ein, andere sehen dies nicht vor.

Der daab verweist zudem darauf, dass viele Allergiker ihre Erkrankung nicht ernst genug nehmen. Gerade Heuschnupfenpatienten gingen immer seltener zum Arzt, auch weil viele antiallergisch wirkende Medikamente nicht mehr erstattet würden. Weitere Informationen: www.daab.de/aktionsprogramm Rie

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