ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2014Hebammen: Geburtshilfe nicht gefährdet!
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. . . Das zunehmende Versicherungsproblem für Kliniken, Ärzte und auch Hebammen führt in keinem Fall dazu, dass eine Schwangere in Deutschland nicht gut betreut ist oder in Sicherheit und Geborgenheit entbinden kann. Die Qualität der geburtsmedizinischen Versorgung in Deutschland ist sehr gut und keineswegs gefährdet. Die Intensität der Debatte steht in keinem Verhältnis zur Dimension des Problems, wenn es dies überhaupt gibt.

Das Netz an Krankenhäusern mit leistungsfähigen Geburtshilfeabteilungen in Deutschland ist so eng, dass auch die bisher circa zwei Prozent außerklinischen Geburten und eine regional unterschiedliche, insgesamt aber kleine Zahl von geburtshilflichen Belegabteilungen nicht maßgebend für die hohe Qualität der deutschen Perinatalmedizin sind. In einer Zeit sinkender Geburtenzahlen, aber gleichzeitig immer höherer Anforderungen an Patientensicherheit und Qualität erscheint aus fachlicher Sicht eine Konzentration auf personell ausreichend ausgestattete, durch ausreichende Erfahrung und tägliche Routine geschulte Fachabteilungen kein Übel, sondern der richtige Weg in die Zukunft der Geburtsmedizin.

Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Universitätsfrauenklinik
Jena, Friedrich-Schiller-Universität, 07743 Jena

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Prof. Dr. Holger Stepan, Abteilung Geburtsmedizin,
Universitätsklinikum Leipzig, 04103 Leipzig

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