ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2014Illegale Drogen: Zahl der Drogentoten leicht gestiegen

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Illegale Drogen: Zahl der Drogentoten leicht gestiegen

PP 13, Ausgabe Mai 2014, Seite 197

Ankowitsch, Eugenie

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Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2009 wieder leicht gestiegen: 2013 starben 1 002 Menschen infolge ihres Drogenkonsums und damit 58 mehr als im Vorjahr. Das geht aus der aktuellen Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung hervor.

Der Konsum von Crystal Meth nimmt zu. Ursache für die meisten Todesfälle ist Heroin. Foto: mauritius images
Der Konsum von Crystal Meth nimmt zu. Ursache für die meisten Todesfälle ist Heroin. Foto: mauritius images

Sorge bereitet BKA-Präsident Jörg Ziercke vor allem der steigende Konsum von synthetischen Drogen wie dem kristallinen Methamphetamin, auch Crystal Meth genannt, und Ecstasy. 2013 wurden 1 480 Menschen erstmals durch den Konsum von Ecstasy bei den Behörden auffällig, das waren knapp 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei Crystal Meth stieg die Zahl der Erstkonsumenten um sieben Prozent. Damit liegt sie mit 2 746 Menschen das zweite Jahr in Folge über der Zahl der Erstkonsumenten von Heroin.

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Den zunehmenden Konsum von Crystal Meth sehen das BKA und die Drogenbeauftragte mit Sorge, da die Einnahme mit großen gesundheitliche Risiken verbunden ist (siehe „Enormes Suchtpotenzial“ in diesem Heft)

Nach wie vor starben die meisten Drogenabhängigen dem Bericht zufolge an einer Überdosis Heroin, meist in Verbindung mit anderen Substanzen oder Alkohol. ank

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