VARIA: Einblicke

Einblicke: Gabriele Meyer-Enders (57), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

PP 13, Ausgabe Mai 2014, U3

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Gabriele Meyer-Enders (57), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Köln, hat 18 Jahre als Sonderschulpädagogin an einer Schule gearbeitet auf der Basis einer gestalttherapeutischen Ausbildung. 1998 hat sie sich „vom Beamtentum verabschiedet“ und in eigener Praxis niedergelassen. Mit ihrem „Kölner Institut für Kindertherapie“ gibt sie ihr eigenes und Expertenwissen in Fortbildungen weiter.

Auffällig ist dieser Therapieraum mit unendlich viel Spielzeug . . .

Die Kinder lieben diesen Raum, die Möglichkeiten, die all die Figuren bieten. Hier sollen alle Sinne angesprochen werden. Es gibt auch den Sandspielkasten, um sich auszudrücken. Und ich spiele gerne. Kindertherapeuten sollten die eigene Spielfähigkeit bewahren, ohne sich dabei zu verlieren. Ich muss in das Spiel einsteigen und gleichzeitig analysieren können, was da passiert.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf am meisten?

Das Entwicklungspotenzial der Kinder. Sie einen Lebensabschnitt zu begleiten, wo ungeheuer viel passiert. Manchmal kommen ehemalige Patienten und wollen mir zeigen, was sie erreicht haben. Diese umwälzenden Reifeschritte, die wir mitbekommen, das ist sehr berührend.

Was mögen Sie weniger?

Getrennte Eltern, die nicht in der Lage sind, auf das Kind zu schauen, sondern ihren Krieg über das Kind austragen. Wenn ich merke, ich kann mit ihnen gar nicht über die Marie sprechen, sondern sie fangen sofort an, verbal auf den anderen Elternteil einzuschlagen.

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