ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2014Diagnose und Therapie des akuten Hustens bei Erwachsenen

MEDIZIN: Klinische Leitlinie

Diagnose und Therapie des akuten Hustens bei Erwachsenen

The diagnosis and treatment of acute cough in adults

Dtsch Arztebl Int 2014; 111(20): 356-63; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0356

Holzinger, Felix; Beck, Sabine; Dini, Lorena; Stöter, Christiane; Heintze, Christoph

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Hintergrund: Husten ist mit circa 8 % aller Konsultationen der häufigste Beratungsanlass in der Hausarztpraxis. Eine umfassende Aktualisierung der Leitlinie „Husten“ der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin von 2008 wurde aufgrund umfangreicher neuer Evidenz erforderlich.

Methode: Aktualisierung einer Interdisziplinären evidenz- und konsensbasierten S3-Leitlinie auf Basis einer systematischen Literaturrecherche (MEDLINE, Cochrane Library, EMBASE, Web of Science) im Zeitraum von 2003 bis Juli 2012. Evidenzbewertung und Konsensverfahren nach AWMF-Standards unter Beteiligung von 7 medizinischen Fachgesellschaften

Ergebnisse: Es wurden 182 Publikationen für die Leitlinien-Aktualisierung berücksichtigt, darunter 45 systematische Reviews (26 mit Metaanalyse) und 17 zusätzliche randomisierte kontrollierte Studien (RCT). Im nominalen Gruppenprozess wurden 11 Empfehlungen zum akuten Husten konsentiert. Anamnese und körperliche Untersuchung sind Basis der Diagnostik. Bei klinischer Diagnose einer akuten unkomplizierten Bronchitis soll auf Laboruntersuchungen, Sputumdiagnostik und Röntgenthorax-Aufnahmen verzichtet werden. Eine Antibiotikatherapie soll nicht erfolgen. Für die Wirksamkeit von Antitussiva oder Expektorantien beim akuten Husten liegt keine ausreichende Evidenz vor. Die Evidenzlage für Phytotherapeutika ist heterogen. Bei ambulant erworbener Pneumonie sollte eine kalkulierte Antibiotikatherapie über 5 bis 7 Tage erfolgen. Die Auswahl des Wirkstoffs hängt unter anderem vom Vorliegen spezifischer Risikofaktoren ab. Vom routinemäßigen Einsatz von Labordiagnostik und Neuraminidasehemmern bei Influenza wird abgeraten.

Schlussfolgerungen: Die Empfehlungen sollen insbesondere dazu beitragen, den nicht indizierten Antibiotikaeinsatz bei Erkältungsinfekten und akuter Bronchitis zu reduzieren. Weitere Studien zu Hustentherapeutika sind aufgrund lückenhafter Evidenzbasis erforderlich.

LNSLNS

Husten ist mit circa 8 % der häufigste Beratungsanlass in der Hausarztpraxis (1). Die Prävalenz in der Bevölkerung innerhalb eines Jahres wird mit circa 10–33 % angegeben (2). Beim akuten Husten stellen Infektionen der oberen Atemwege sowie die akute Bronchitis die mit weitem Abstand bedeutendste Ursache dar – zusammen über 60 % der Diagnosen (1). Die volkswirtschaftliche Bedeutung ist enorm: Atemwegsinfekte sind für circa 20 % der Fälle von Arbeitsunfähigkeit (AU) und circa 10 % der AU-Tage verantwortlich (3).

Im Folgenden werden die wichtigsten Inhalte und Empfehlungen der aktualisierten Leitlinie zum „akuten Husten“ (Dauer unter acht Wochen) zusammengefasst. Ziel der Leitlinie ist es, Differenzialdiagnosen des Symptoms Husten beim Erwachsenen aufzuzeigen, Entscheidungshilfen für eine angemessene Diagnostik und für eine evidenzbasierte Therapie zu geben. Der Fokus liegt auf der Relevanz für die hausärztliche Versorgungsrealität. Entsprechend den spezifischen Gegebenheiten in der Primärversorgung sind die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) häufig nicht „diagnoseorientiert“. So geht auch diese Leitlinie vom Beratungsanlass beziehungsweise Symptom aus. Die zugrundeliegenden Krankheitsbilder werden nicht erschöpfend besprochen, sondern bezogen auf den dabei auftretenden Husten.

Methode

Aktualisierung der Leitlinie

Vor über zehn Jahren hat die DEGAM ein umfassendes Konzept der Entwicklung, Verbreitung, Implementierung und Evaluation von Leitlinien verabschiedet (4). Diese Leitlinien werden ergänzt durch anwendungsbezogene Kurzversionen und Patienteninformationen. Die Ursprungsversion der Leitlinie „Husten“ wurde 2008 veröffentlicht. Im Jahr 2013 erfolgte eine umfassende Aktualisierung gemäß den methodischen Standards für S3-Leitlinien unter Moderation der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Die Neufassung war aufgrund umfangreicher neuer Evidenz zu Diagnostik und Therapie erforderlich.

Leitliniengruppe

An der Neufassung der Leitlinie waren Vertreter von sieben medizinischen Fachgesellschaften beteiligt (Kasten 1). Die Mitglieder der Leitliniengruppe haben potenzielle Interessenkonflikte offengelegt, der Leitlinienreport dokumentiert das Verfahren ausführlich.

An der Aktualisierung der S3-Leitlinie beteiligte Organisationen und Personen
An der Aktualisierung der S3-Leitlinie beteiligte Organisationen und Personen
Kasten 1
An der Aktualisierung der S3-Leitlinie beteiligte Organisationen und Personen

Literaturrecherche

Die Suchstrategie der Ursprungsversion wurde bis einschließlich Juli 2012 erweitert. Durchsucht wurden die Datenbanken MEDLINE, Cochrane Library, EMBASE und Web of Science. Ergänzend erfolgte eine Suche nach nationalen und internationalen Leitlinien sowie eine Handsuche, die auch Quellen mit Veröffentlichungsdatum nach Ende der systematischen Datenbankrecherche einschloss.

Die identifizierten Quellen wurden gesichtet (Titel, Abstracts, Volltexte). Relevante randomisierte kontrollierte Studien, Metaanalysen und – vorzugsweise systematische – Reviews sowie hochwertige Leitlinien wurden eingeschlossen. Insgesamt wurden 182 Publikationen für das Update berücksichtigt (Kasten 2, Grafik).

Übersicht über den Ablauf der Literaturrecherche
Übersicht über den Ablauf der Literaturrecherche
Grafik
Übersicht über den Ablauf der Literaturrecherche
Beispiele für verwendete Suchbegriffe
Beispiele für verwendete Suchbegriffe
Kasten 2
Beispiele für verwendete Suchbegriffe

Konsensusverfahren

Am 17. Juni 2013 wurde der Leitlinienentwurf im Rahmen einer Konsensuskonferenz unter Moderation der AWMF konsentiert. Die auf der Auswertung der Evidenz basierenden Empfehlungen wurden alle – bis auf eine Empfehlung, bei der sich ein Teilnehmer aufgrund eines selbst gesehenen Interessenkonflikts enthielt – im nominalen Gruppenprozess einstimmig angenommen.

Empfehlungsstärke

Die Empfehlungsstärke basiert auf der Stärke der Evidenz (Studientyp, Angemessenheit, interne Validität, Biaswahrscheinlichkeit) sowie den GRADE-Kriterien (Grading of Recommendations Assessment, Development and Evaluation), zum Beispiel Unsicherheit zum Ausmaß des Benefits der diagnostischen beziehungsweise therapeutischen Verfahren, Berücksichtigung von Patientenpräferenzen, Kosteneffizienz (5). Es werden drei Empfehlungsgrade unterschieden (A–C), deren qualitative Abstufung durch die Formulierung („soll“, „sollte“, „kann“) ausgedrückt wird (Tabelle 1).

Empfehlungen und Evidenz
Empfehlungen und Evidenz
Tabelle 1
Empfehlungen und Evidenz

Darstellung der Leitlinieninhalte und Empfehlungen

Anamnese und klinische Untersuchung

Bei einem großen Teil der ambulant betreuten Patienten mit akutem Husten reichen die Anamnese und die symptomorientierte körperliche Untersuchung zur Diagnosefindung aus. Der Stellenwert weiterführender technischer Untersuchungen bei der Diagnosestellung ist für diese Patientengruppe gering (6).

Wichtige Elemente der Anamnese und körperlichen Untersuchung sind in Tabelle 2 dargestellt.

Anamnese, körperliche Untersuchung und Warnzeichen für gefährliche Verläufe bei akutem Husten
Anamnese, körperliche Untersuchung und Warnzeichen für gefährliche Verläufe bei akutem Husten
Tabelle 2
Anamnese, körperliche Untersuchung und Warnzeichen für gefährliche Verläufe bei akutem Husten

Gefährliche Verläufe

Ziel der Anamnese und körperlichen Untersuchung ist es, Infekte mit benignem Verlauf von schweren Erkrankungen abzugrenzen und potenziell gefährdete Patienten frühzeitig zu erkennen. Selten kann eine vitale Bedrohung vorliegen oder kurzfristig eintreten (Tabelle 2). Warnzeichen („red flags“) sind vor allem Dyspnoe, Tachypnoe, Thoraxschmerzen, Hämoptysen, ein stark reduzierter Allgemeinzustand und veränderte Vitalzeichen (hohes Fieber, Tachykardie, arterielle Hypotonie) sowie gegebenenfalls das Vorliegen einer komplizierenden Grunderkrankung (zum Beispiel Malignom, Immunsuppression).

In Notfallsituationen ist sofortiges Handeln geboten. In der Regel ist eine unverzügliche stationäre Einweisung mit (not)ärztlicher Begleitung durchzuführen.

Häufige Erkrankungen, Diagnostik und Therapieoptionen

Eine Übersicht über die wichtigsten Differenzialdiagnosen findet sich in Tabelle 3. Im Folgenden werden die häufigsten Ursachen des akuten Hustens besprochen.

Häufige Ursachen von akutem Husten
Häufige Ursachen von akutem Husten
Tabelle 3
Häufige Ursachen von akutem Husten

Erkältungskrankheiten und akute Bronchitis

Klinik – Infekte der oberen Atemwege (upper respiratory tract infection [URTI], „common cold“) sind die häufigste Ursache für akuten Husten. Typische weitere Symptome sind Halsschmerzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und eventuell Fieber. Ursächlich sind meist Virusinfektionen (Adenoviren, Rhinoviren, Influenza- und Parainfluenzaviren, Coronaviren, respiratory syncytial virus [RSV], Coxsackieviren). Bei akuter Bronchitis tritt meist erst trockener, dann produktiver Husten auf. Der Übergang von der Erkältungskrankheit zur akuten Bronchitis (Beteiligung der unteren Atemwege) ist fließend. In zwei Dritteln der Fälle ist eine Erkältung innerhalb von zwei Wochen selbstlimitierend, bei Bronchitis kann der Husten über mehrere Wochen anhalten (7). Auch eine akute Sinusitis im Rahmen eines Erkältungsinfekts kann Hustenrezeptoren stimulieren.

Diagnostik – Eine Röntgen-Thorax-Aufnahme oder Laboruntersuchungen sind bei passender Anamnese und klinischem Befund weder bei einer Erkältung noch bei akuter Bronchitis notwendig, wenn keine Hinweise auf einen gefährlichen Verlauf vorliegen (Tabelle 2). Eine Differenzierung zwischen viraler und bakterieller Bronchitis durch Leukozyten- oder CRP-Bestimmung (C-reaktives Protein) ist wegen fehlender therapeutischer Konsequenzen nicht erforderlich (8). Die Sputumfarbe hat weder einen prädiktiven Wert für die Diagnose einer bakteriellen Bronchitis noch bezüglich der Differenzierung einer Pneumonie von einer Bronchitis (9, 10). Eine Sputumuntersuchung bei akuter Bronchitis bei sonst gesunden Erwachsenen ist nicht sinnvoll, da eine Antibiotikagabe nicht notwendig ist (11). Bei Hinweisen auf eine Bronchialobstruktion ist eine Spirometrie indiziert, da bei akuter Bronchitis eine vorübergehende Obstruktion der Atemwege auftreten kann (9). Spätestens nach acht Wochen sollte eine umfassende Abklärung eines weiter bestehenden Hustens erfolgen.

Therapie – Zur Wirksamkeit nichtmedikamentöser Behandlungsverfahren gibt es nur wenig wissenschaftliche Evidenz. Eine ausreichende Trinkmenge ist aus pathophysiologischen Überlegungen sinnvoll, übermäßige Flüssigkeitszufuhr ist nicht zu empfehlen (gegebenenfalls Gefahr der Hyponatriämie) (12). Rauchkarenz ist anzuraten, da bei Rauchern und Passivrauchern Erkältungskrankheiten länger dauern (13). Für die Wirksamkeit von Nasenspülungen oder Nasensprays mit NaCl-Lösung und Wasserdampfinhalationen sind die Ergebnisse randomisiert-kontrollierter Studien uneinheitlich (14, 15). Zur Ansteckungsprophylaxe sollte in die Armbeuge, nicht in die Handinnenfläche, gehustet werden. Daneben ist häufigeres Händewaschen in Erkältungszeiten sinnvoll (16).

Ein Husten im Rahmen einer Erkältung oder akuten Bronchitis/Sinusitis heilt auch ohne spezifische medikamentöse Therapie in der Regel folgenlos aus. Dem Patienten sollte die Selbstlimitierung und Harmlosigkeit der Erkrankung erklärt werden und damit der mögliche folgenlose Verzicht auf eine medikamentöse Behandlung. Eine Medikation kann aber, wenn vom Patienten gewünscht, zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Zur symptomatischen Therapie von Kopf- und Gliederschmerzen sind Analgetika wie zum Beispiel Paracetamol oder Ibuprofen zu empfehlen. In randomisiert-kontrollierten Studien wirken Antitussiva (zum Beispiel Codein) bei Erkältungskrankheiten hinsichtlich des Hustenreizes nicht besser als Placebo. Allerdings können sie gegebenenfalls den Nachtschlaf verbessern (17, 18). Expektorantien werden bei produktivem Husten häufig verordnet, obwohl zu Therapieeffekten bei akutem Husten keine Evidenz vorliegt – qualitativ hochwertige Beobachtungsstudien und randomisiert kontrollierte Studien (RCT) fehlen für diese Indikation (19). Die Übertragbarkeit von Daten aus Studien zur chronischen Bronchitis ist unklar. Die Gabe von abschwellenden Nasentropfen/-sprays hat einen kurzzeitig lindernden Effekt. Eine Anwendung über sieben Tage hinaus führt zu keiner anhaltenden Symptombesserung bei Gefahr einer atrophischen Rhinitis (20).

Die Evidenz zu Phytotherapeutika ist durch die heterogene Methodik verfügbarer Studien sowie unterschiedliche Zusammensetzung pflanzlicher Präparate schwierig zu beurteilen. Im Hinblick auf Symptomstärke und Genesungsdauer zeigte Myrtol bei akuter Bronchitis in wenigen RCTs günstige Effekte (21, 22). So waren in einer Studie an Tag 7 die Hustenattacken tagsüber um 62,1 % zurückgegangen, unter Placebo um 49,8 % (22). Nebenwirkungen beschränken sich überwiegend auf milde gastrointestinale Symptome. Auch für ein Thymian-Efeu-Präparat wurde in einem RCT eine etwas bessere Symptomlinderung demonstriert (Reduktion der Hustenanfälle an Tag 9 um 77,6 % versus 55,9 % unter Placebo). Vergleichbare Effekte zeigen sich für Thymian/Primelwurzel. Auch für diese Zubereitungen liegen keine Berichte über schwere Nebenwirkungen vor (23, 24). Für Pelargonium sidoides konnte in einzelnen Studien bei Bronchitis eine dosisabhängig leicht beschleunigte Symptombesserung gezeigt werden (25, 26). Es traten in Studien gegenüber Placebo vermehrt gastrointestinale Nebenwirkungen auf. Zu beachten ist, dass für Pelargonium sidoides aufgrund von Berichten über mögliche schwere hepatotoxische Nebenwirkungen das Nutzen-/Schaden-Verhältnis derzeit nicht abschließend beurteilt werden kann. Für Echinacea wird in einem Cochrane-Review die mögliche therapeutische Wirksamkeit von Extrakten aus oberirdischen Pflanzenbestandteilen bei frühzeitigem Einsatz beschrieben (27). Das Risiko von Nebenwirkungen wie zum Beispiel Allergien ist bei oraler Applikation gering. Kontraindikationen (zum Beispiel Tuberkulose, Aids oder Autoimmunerkrankungen) müssen beachtet werden. Eine präventive beziehungsweise therapeutische Wirksamkeit von Inhaltstoffen der Wurzel konnte nicht festgestellt werden.

Regelmäßige Einnahme von Vitamin C hat keinen Effekt auf die Häufigkeit von Erkältungskrankheiten in der Durchschnittsbevölkerung. Nur bei Menschen, die extremen körperlichen Anforderungen ausgesetzt sind (zum Beispiel Marathonläufer) verringert sie das Erkältungsrisiko (28). Für die Anwendung von Vitamin C zu Beginn einer Erkältung können keine therapeutischen Effekte belegt werden. In einer Metaanalyse (29) verringerte die regelmäßige Einnahme von Zink das Auftreten von Erkältungssymptomen. Allerdings traten Nebenwirkungen wie Übelkeit und schlechter Geschmack auf. Da noch keine Kenntnisse über die erforderliche Dosierung und Länge der Einnahme bestehen, kann Zink derzeit nicht allgemein empfohlen werden.

Bei der unkomplizierten akuten Bronchitis ist keine antibiotische Therapie erforderlich. Sie bringt nur eine marginale Erleichterung der Symptome sowie eine geringe Verkürzung der Krankheitsdauer um weniger als einen Tag. Dem gegenüber stehen mögliche Nebenwirkungen und Resistenzentwicklungen (11). Die Verordnungshäufigkeit von Antibiotika lässt sich durch gezielte Aufklärung der Patienten reduzieren (9, 30). Die Gabe von Antibiotika ist im Einzelfall bei Patienten mit schweren chronischen Krankheiten oder Immundefekten zu erwägen, weil hier Pneumonien oft schwer abzugrenzen sind (9). Trotzdem soll auch bei diesen Patienten – da auch hier die Bronchitis meist viral verursacht ist – keine routinemäßige Antibiotikaverordnung erfolgen.

Pneumonie

Klinik – Husten mit Tachypnoe, Tachykardie, hohem Fieber, typischen Auskultationsbefunden und atemabhängigen Schmerzen weist auf eine Pneumonie hin. Bei älteren Menschen, Immunsupprimierten oder Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen kann sich die Pneumonie untypisch, zum Beispiel ohne Fieber, manifestieren (31).

Diagnostik – Eine Röntgen-Thoraxaufnahme in zwei Ebenen ist besonders bei differenzialdiagnostischer Unklarheit, schwerer Erkrankung oder Begleiterkrankungen anzustreben (31). Weder die Bestimmung der Leukozytenzahl noch des CRP können die Diagnose „Pneumonie“ eindeutig sichern (32). CRP-Werte können bei der Verlaufskontrolle hilfreich sein, zur routinemäßigen Bestimmung im ambulanten Bereich wird nicht geraten. Mit Hilfe von Procalcitonin-Bestimmungen konnten in Studien Antibiotikabehandlungen verkürzt oder gegebenenfalls vermieden werden. Aufgrund hoher Kosten können Procalcitonin-Bestimmungen jedoch zurzeit nicht für die Routineversorgung empfohlen werden (33, 34). Bei ambulant erworbenen Pneumonien und ambulanter Behandlung haben Sputumuntersuchungen eine niedrige Sensitivität und Spezifität. Da außerdem eine spezifische antibiotische Therapie einer empirischen Therapie nicht überlegen ist (31, 34), kann die Sputumuntersuchung bei einer ambulant erworbenen Pneumonie nicht angeraten werden.

Therapie – Klinisch stabile Patienten mit einer ambulant erworbenen Pneumonie können im hausärztlichen Setting behandelt werden. Die kalkulierte antibiotische Behandlung erfolgt abhängig davon, ob Risikofaktoren vorliegen und daher ein erweitertes Erregerspektrum zu berücksichtigen ist (31). Eine klinische Überprüfung des Therapieerfolges ist nach 48–72 Stunden erforderlich. Eine Therapiedauer über sieben Tage hinaus verbessert den Therapieerfolg nicht (35). Fluorochinolone sollten wegen schwerwiegender Nebenwirkungen und zur Resistenzvermeidung im ambulanten Bereich nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden (Tabelle 4).

Antibiotische Therapie bei ambulant erworbener Pneumonie
Antibiotische Therapie bei ambulant erworbener Pneumonie
Tabelle 4
Antibiotische Therapie bei ambulant erworbener Pneumonie

Influenza

Klinik – Das Krankheitsbild beginnt meist foudroyant mit hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl und Muskelschmerzen.

Diagnostik – Die Diagnosestellung erfolgt in der Regel klinisch. Antikörperbestimmung oder Virus-Direktnachweis aus Abstrichen sollten nur in Zweifelsfällen und bei therapeutischer Relevanz (siehe unten) durchgeführt werden.

Therapie – Innerhalb der ersten 48 Stunden ist eine Therapie mit Neuraminidaseinhibitoren möglich. Die Evidenzlage zur Wirksamkeit ist nicht abschließend geklärt, ein Einsatz kann aufgrund der schlechten Kosten-Nutzen-Relation aktuell nur im Einzelfall (zum Beispiel gegebenenfalls bei schwerer Immunsuppression) empfohlen werden (36). Da die Influenza schwere Verläufe aufweisen kann, ist eine stationäre Einweisung insbesondere bei Komplikationen (zum Beispiel Viruspneumonie) und bei multimorbiden und alten Patienten zu erwägen.

Die Impfung für über 60-Jährige wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Nach einer neuen Metaanalyse mit strengen Einschlusskriterien wurde jedoch eine teils unzureichende Wirksamkeit beschrieben, außerdem liegen für die Altersgruppe der über 65-Jährigen keine entsprechenden RCTs vor (37).

Pertussis

Klinik – Pertussis tritt zunehmend auch im Erwachsenenalter auf und zeigt hier häufig einen atypischen milden Verlauf mit unspezifischem trockenem Husten. Die Impfung sichert nur eine Immunität für wenige Jahre. Im katarrhalischen Anfangsstadium ist die Unterscheidung von einer Erkältung schwierig. Nach ein bis zwei Wochen (zweiter Erkrankungsgipfel) tritt der anfallsartige bellende Husten auf, der vier Wochen (oder länger) anhalten kann.

Diagnostik – Der kulturelle Erregernachweis aus nasopharyngealem Sekret gelingt zuverlässig nur innerhalb von zwei Wochen (38). Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist sensitiver und kann die Infektion gegebenenfalls bis zu vier Wochen nachweisen, ist aber wesentlich teurer. In der späten Erkrankungsphase kann nur eine Serologie die Diagnose sichern, die Interpretation sollte im Kontext der Klinik und nach Rücksprache mit dem Labor erfolgen.

Therapie – Im Stadium catarrhale ist die Behandlung mit Azithromycin oder Clarithromycin krankheitsverkürzend. Auch später ist eine Antibiotikatherapie sinnvoll, da sie die Dauer der Ansteckungsfähigkeit verkürzt (39). Eine antibiotische Prophylaxe ist für Kontaktpersonen, die im Haushalt mit einem Kind unter dem Alter von sechs Monaten leben, zu empfehlen. Zur Prävention wird eine Immunisierung gemäß den STIKO-Empfehlungen nahegelegt. Der Impfstoff ist nur als Kombinationsimpfstoff verfügbar.

Asthma und infektexazerbierte COPD (chronic obstructive pulmonary disease)

Chronische Atemwegserkrankungen können sich akut verschlechtern oder erstmalig mit einer Hustensymptomatik manifestieren. Bezüglich Diagnostik und Therapie bei Asthma und COPD wird auf die entsprechenden nationalen Versorgungsleitlinien verwiesen.

Umsetzung in die Versorgung und Ausblick

Bei unkomplizierten Erkältungsinfekten und akuter Bronchitis ist diagnostische und therapeutische Zurückhaltung zentrales Anliegen der Leitlinie. Bei diesen benignen und selbstlimitierenden Krankheitsbildern ist es entscheidend, Patienten dahingehend aufzuklären, dass technische Untersuchungen oder medikamentöse Therapien meist nicht notwendig sind. Die Leitlinie – und die entsprechende Patienteninformation – stellt somit auch eine evidenzbasierte Argumentationshilfe für den Praxisalltag dar, in dem sich der Hausarzt oft mit Unsicherheit und Fragen nach Therapieangeboten konfrontiert sieht. Auch bei gelb-grünem Sputum oder leichtem Fieber bei einer Bronchitis können Patienten dahingehend beruhig werden, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit eine virale Infektion vorliegt und eine Antibiotikagabe unnötig ist. In der Versorgungsrealität werden obere Atemwegsinfekte und Bronchitiden weiterhin häufig antibiotisch behandelt, was Resistenzentwicklungen vorantreibt (10, 40). Bei starkem Therapiewunsch des Patienten bieten sich allgemein-symptomlindernde Maßnahmen (nichtsteroidale Antiphlogistika, abschwellende Nasentropfen) an. Gegebenenfalls stellen Phytotherapeutika eine Option dar, bei denen teilweise geringe symptomverkürzende oder -lindernde Wirkungen nachgewiesen sind. Dem gegenüber stehen die Kosten, die vom Patienten selbst zu tragen sind und mögliche – wenn auch meist harmlose – Nebenwirkungen. Hier muss im Arzt-Patienten-Gespräch („shared decision making“) abgewogen werden, ob ein Einsatz gewünscht ist. Zusätzlich sind aufgrund der großen Verbreitung von Hustentherapeutika mit unzureichender Evidenzbasis systematische Untersuchungen dieser Substanzgruppen in methodisch sauberen, öffentlich finanzierten Studien speziell bei der Indikation „akuter Husten“ zu fordern.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 5. 3. 2014, revidierte Fassung angenommen: 19. 3. 2014

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Felix Holzinger MPH
Institut für Allgemeinmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
felix.holzinger@charite.de

Zitierweise
Holzinger F, Beck S, Dini L, Stöter C, Heintze C: Clinical practice guideline: The diagnosis and treatment of acute cough in adults. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 356–63. DOI: 10.3238/arztebl.2014.0356

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Institut für Allgemeinmedizin, Charité Universitätsmedizin Berlin:
Dr. med. Holzinger, Dr. med. Beck, Dr. med. Dini, Stöter, PD Dr. med. Heintze
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Übersicht über den Ablauf der Literaturrecherche
An der Aktualisierung der S3-Leitlinie beteiligte Organisationen und Personen
An der Aktualisierung der S3-Leitlinie beteiligte Organisationen und Personen
Kasten 1
An der Aktualisierung der S3-Leitlinie beteiligte Organisationen und Personen
Beispiele für verwendete Suchbegriffe
Beispiele für verwendete Suchbegriffe
Kasten 2
Beispiele für verwendete Suchbegriffe
Empfehlungen und Evidenz
Empfehlungen und Evidenz
Tabelle 1
Empfehlungen und Evidenz
Anamnese, körperliche Untersuchung und Warnzeichen für gefährliche Verläufe bei akutem Husten
Anamnese, körperliche Untersuchung und Warnzeichen für gefährliche Verläufe bei akutem Husten
Tabelle 2
Anamnese, körperliche Untersuchung und Warnzeichen für gefährliche Verläufe bei akutem Husten
Häufige Ursachen von akutem Husten
Häufige Ursachen von akutem Husten
Tabelle 3
Häufige Ursachen von akutem Husten
Antibiotische Therapie bei ambulant erworbener Pneumonie
Antibiotische Therapie bei ambulant erworbener Pneumonie
Tabelle 4
Antibiotische Therapie bei ambulant erworbener Pneumonie
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