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Mit Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen, der das Dilemma der Ärzte gut beschreibt. Dennoch halte ich den Vorschlag, sämtliche medizinischen Kosten dieser Patienten zu übernehmen, für kurzsichtig und mittel- bis langfristig nicht finanzierbar. Wie beschrieben, kommen viele dieser Menschen mit einer großen Erwartungshaltung, der nicht entsprochen werden kann. Wenn jedoch begonnen wird, alles zu behandeln, wird diese Erwartungshaltung noch zunehmen, und mehr Kranke werden versuchen, hierher zu kommen. Es handelt sich bei unserem System um eine Solidargemeinschaft, die nur funktioniert, wenn genügend Leute einbezahlen und weniger krank sind. Das heißt bei 1 000 oder 10 000 Flüchtlingen, die krank sind und nie etwas einbezahlen, geht es vielleicht gerade noch, irgendwann bricht das System jedoch zusammen. Bereits jetzt wird bei regulär Versicherten einiges nicht mehr bezahlt. Außerdem ist es kaum verständlich, dass zum Beispiel ehemalige PKV-Versicherte sich gar nicht mehr versichern können (weder GKV noch PKV), weil sie die teuren PKV-Prämien nicht zahlen können, früher jedoch als Steuerzahler auch die GKV mitsubventioniert haben und nun auf der gleichen Stufe stehen wie die Flüchtlinge bezüglich ihrer medizinischen Situation (ich habe bereits zwei solcher Patienten auf goodwill behandelt, es gibt sie also!) . . .

Ulrike Röhlig, 80634 München

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    M. Malone
    am Dienstag, 20. Mai 2014, 08:57

    Zustimmung

    Sehr geehrte Frau Röhlig,
    ihrem Komentar stimme ich voll zu bei aller humanitären Gesinnung.
    Insbesondere ihren Hinweis auf durch die Prämien im Alter völlig überforderte PKV Versicherte finde ich sehr richtig.
    mfg
    J. Berning

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