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Wir begrüßen die Inhalte des Leserbriefs des Kollegen Kämmer als wertvolle Ergänzung unseres Artikels ausdrücklich. Die Sonographie des Thorax ist eine wichtige Option für die bildgebende Diagnostik von Pleura- und Lungenerkrankungen und musste wegen der Begrenzung des Artikelumfangs unberücksichtigt bleiben (1). Einige Vorteile der Sonographie wie fehlende Strahlenexposition, „bed side“-Verfahren, breite Verfügbarkeit, „real time“-Bild und Interventionssteuerung sind offensichtlich. Auch die primären Indikationen sind unstrittig: Pleuraerkrankungen, insbesondere der Erguss, Dynamik, aber auch der Pneumothorax (2) und thoraxwandständige Prozesse. Hier zeigen Sonographie und MRT gegenüber der CT ähnliche Vorteile, zum Beispiel der Nachweis von Septierungen beim Pleuraerguss. So setzen wir bei Kindern mit pleuralen und thoraxwandständigen Prozessen zunächst die Sonographie ein und gehen bei nicht ausreichend geklärtem Befund unter Auslassung von Röntgen oder CT direkt zur MRT. Bei der Erstdiagnostik von Pneumonie oder Lungenembolie kann die Sonographie, auch in der Kombination als Herz-Echo und Doppler der Beinvenen hilfreiche positive Ergebnisse zeigen, eine Ausschlussdiagnostik gelingt allerdings nicht. Daher bietet sich die Sonographie insbesondere zum Monitoring an. Weiterhin sind die Biopsie-Steuerung und der endobronchiale Einsatz (3) wichtige Gebiete. Insgesamt sind allerdings die allgemeinen Charakteristika der Sonographie zu beachten: Untersucherabhängigkeit, besondere Herausforderungen an eine nachvollziehbare Dokumentation und der Zeitaufwand für eine Untersuchung des gesamten Thorax. Die Ausbildung in der Thoraxsonographie ist nicht allgemein verfügbar und muss meist über kostenpflichtige Kurse in der Freizeit erworben werden.

In der Gesamtschau sollte die Sonographie bei vorhandener Expertise im indikationsbezogenen diagnostischen Algorithmus frühzeitig eingesetzt werden, um weiterführende Verfahren entweder zu vermeiden oder gezielt und somit personalisiert zu indizieren.

DOI: 10.3238/arztebl.2014.0376b

Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor

Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Universitätsklinikum Heidelberg

HU.Kauczor@med.uni-heidelberg.de

Interessenkonflikt

Die Autoren beider Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Herth FJ, Kreuter M: Ultrasound in pulmonology. Respiration 2014; 87: 1–2. CrossRef MEDLINE
2.
Kreuter M, Eberhardt R, Wenz H, Schmitteckert H, Heussel C, Herth F: Diagnostische Wertigkeit der transthorakalen Sonografie vergleichend zur Thoraxübersicht beim Nachweis eines postinterventionellen Pneumothorax. Ultraschall Med 2011; 32: E20–23. CrossRef MEDLINE
3.
Gompelmann D, Herth F: Role of endobronchial and endoscopic ultrasound in pulmonary medicine. Respiration 2013; 87: 3–8. CrossRef MEDLINE
4.
Wielpütz, MO, Heußel CP, Herth FJF, Kauczor H: Radiological diagnosis in lung disease: Factoring treatment options into the choice of diagnostic modality. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 181–7.
VOLLTEXT
1. Herth FJ, Kreuter M: Ultrasound in pulmonology. Respiration 2014; 87: 1–2. CrossRef MEDLINE
2.Kreuter M, Eberhardt R, Wenz H, Schmitteckert H, Heussel C, Herth F: Diagnostische Wertigkeit der transthorakalen Sonografie vergleichend zur Thoraxübersicht beim Nachweis eines postinterventionellen Pneumothorax. Ultraschall Med 2011; 32: E20–23. CrossRef MEDLINE
3. Gompelmann D, Herth F: Role of endobronchial and endoscopic ultrasound in pulmonary medicine. Respiration 2013; 87: 3–8. CrossRef MEDLINE
4.Wielpütz, MO, Heußel CP, Herth FJF, Kauczor H: Radiological diagnosis in lung disease: Factoring treatment options into the choice of diagnostic modality. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 181–7.
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