ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2014Kurt Arnold: Wächter über die Pharmaindustrie

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Kurt Arnold: Wächter über die Pharmaindustrie

Dtsch Arztebl 2014; 111(21): A-957 / B-813 / C-771

Korzilius, Heike

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„Es ist gut, dass es sie gibt“, sagt Kurt Arnold (62) über die „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie“ (FSA). Der Jurist hat den Verein vor zehn Jahren mit aus der Taufe gehoben und ist seit April dessen Vorstandsvorsitzender. Hervorgegangen aus einer Initiative des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller wacht der FSA über das Geschäftsverhalten von 59 Pharmaunternehmen. Kodizes regeln den Umgang der Firmen mit Ärzten und Apothekern sowie Patientenorganisationen, um Korruption und ungebührliche Einflussnahmen zu verhindern.

Kurt Arnold, Foto: FSA
Kurt Arnold, Foto: FSA

„Es gab Fehlverhalten, und wir brauchten ein Regulativ“, erklärt Arnold die Anfänge und verweist auf Fortschritte: Inzwischen habe jedes Unternehmen eine Compliance-Abteilung, die die Einhaltung der Regeln kontrolliere. Für seine dreijährige Amtsperiode hat Arnold sich als wichtigstes Ziel die Umsetzung des Transparenzkodex vorgenommen. Darin verpflichtet sich die Industrie, sämtliche Zuwendungen an Ärzte offenzulegen. „Dafür müssen wir bei den Ärzten um Akzeptanz werben, denn sie müssen der Veröffentlichung dieser Daten zustimmen.“ Er halte es jedenfalls nicht für verwerflich, wenn Ärzte für eine Leistung, beispielsweise eine wissenschaftliche Expertise, ein angemessenes Honorar erhielten und dies auch transparent machten.

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Arnold, der weiterhin die Rechtsabteilung des Bereichs Marketing und Vertrieb von Sanofi in Deutschland leitet, pendelt zwischen Berlin und dem Taunus, wo seine Familie lebt. Seine große Leidenschaft gilt seit dem Studium der Malerei. „Zum Malen braucht man allerdings Ruhe und Übung“, sagt Arnold. Das Hobby muss also noch warten. Heike Korzilius

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