ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2014Künstliche Ernährung: Persönliches Engagement
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Den Autoren und dem DÄ ist für die Veröffentlichung dieses wichtigen Beitrags zu danken . . . Es ist erstaunlich, dass diese menschheitsalte Möglichkeit, begleitet aus dem Leben zu scheiden, in der Öffentlichkeit so wenig Beachtung findet, wenn es um die Nöte der Menschen geht, bei denen trotz intensiver und exzellenter Betreuung der Sterbewunsch anhält.

So drängt sich die Vermutung auf, dass es in der in Deutschland erneut aufflammenden Sterbehilfe-Diskussion vielleicht gar nicht in erster Linie darum geht, für Menschen mit anhaltendem Sterbewunsch einen gangbaren und legalisierten Weg zu finden – denn dieser steht ja heute schon zur Verfügung! Statt endlose ethische und rechtliche Prinzipiendebatten zu führen, sollten alle Beteiligten ihre Zeit und Energie doch lieber verstärkt dafür einsetzen, dass die konkrete Situation pflegebedürftiger, schwerstkranker und sterbender Menschen verbessert wird – und zwar am besten nicht nur durch das Wort, sondern auch durch persönliches Engagement!

Univ.-Prof. Dr. med. Martin Weber, Interdisziplinäre Einrichtung für Palliativmedizin, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 55131 Mainz

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