ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2014Ärztliche Ausbildung: Frauenfeindlich
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. . . Der Wunsch, Medizinstudenten auch nach anderen Kriterien auszusuchen als nur der Abiturnote, um auch zum Beispiel handwerkliche Fähigkeiten, die in der Chirurgie wichtig sind, zu berücksichtigen, ist vollkommen richtig.

Das aber in Zusammenhang zu stellen mit der Tatsache, dass mehr Frauen Medizin studieren, ist unbegründet. Schließlich wurden schon immer Medizinstudenten unabhängig von ihren handwerklichen Fähigkeiten ausgewählt. Und als das noch mehr Männer waren, gab es genügend mit handwerklichen Fähigkeiten trotz guter Abiturnote. Und jetzt, wo es mehr Frauen sind, soll das so nicht mehr sein. Das unterstellt, dass Frauen handwerklich weniger begabt sind als Männer.

Handwerklich begabten Medizinern den Zugang zur Chirurgie zu ermöglichen, ist ein gutes Ziel. Einen Mangel daran auf das Geschlecht zu beziehen, ist frauenfeindlich.

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Dr. med. Silke Riechardt, Urologische Klinik und Poliklinik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 20246 Hamburg

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