ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2014Sachsen-Anhalt: SPD lehnt Fusion der Unikliniken ab

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Sachsen-Anhalt: SPD lehnt Fusion der Unikliniken ab

Dtsch Arztebl 2014; 111(21): A-915 / B-783 / C-743

dpa; Hillienhof, Arne

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Die SPD in Sachsen-Anhalt hat sich gegen eine Fusion der Universitätskliniken in Magdeburg und Halle ausgesprochen. „Das ist keine Lösung für Sachsen-Anhalt”, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Katrin Budde am 16. Mai im Landtag. Sachsen-Anhalt sei ein Bindestrich-Land, und es gebe gewachsene Strukturen. In der CDU/SPD-Landesregierung hatte es Überlegungen gegeben, beide Kliniken zu verschmelzen, um deren Defizite zu reduzieren. Budde stellte jetzt eine engere Zusammenarbeit der beiden Standorte in Aussicht. Dies sei aber erst der zweite Schritt, wenn jeweils Konzepte für beide Häuser gefunden seien. Diese müsse Wissenschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) nun vorlegen. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) hatte zuvor angekündigt, dass es keine Schließungen geben solle.

Die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. med. Simone Heinemann-Meerz, hatte mit Blick auf die Zukunft der Uniklinik Halle bemängelt, dass in der Diskussion nur in schwarzen und roten Zahlen gedacht werde. Die Universitätskliniken übernähmen unrentable und kostenintensive Behandlungen, ohne dass ein Fallpauschalensystem die dabei anfallenden höheren Kosten abfange. Zudem seien sie für die Ausbildung des dringend benötigten Ärztenachwuchses verantwortlich. dpa/hil

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