ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2014Ärztinnen: Zweifel an Aufstiegsmöglichkeiten

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Ärztinnen: Zweifel an Aufstiegsmöglichkeiten

Dtsch Arztebl 2014; 111(22): A-976 / B-832 / C-788

Hillienhof, Arne

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Viele Ärztinnen sehen sich im Beruf weiterhin benachteiligt. Das berichtet der Hartmannbund (HB) nach einer Umfrage unter 20 000 Medizinstudentinnen und jungen Ärztinnen. Circa 2 800 der Befragten beteiligten sich daran. Etwa die Hälfte der Teilnehmerinnen glaubt, für ihre Karriere auf Kinder und Familie verzichten zu müssen. Zwei Drittel der Befragten, die eine Position als Oberärztin oder Chefärztin anstreben, sind davon überzeugt, nicht die gleichen Chancen auf eine erfolgreiche Karriere zu haben wie ihre männlichen Kollegen. 90 Prozent der jungen Frauen können sich vorstellen, ihre ärztliche Tätigkeit phasenweise in Teilzeit auszuüben. Nur ungefähr ein Drittel meint allerdings, dass dies kein Karrierehindernis darstellt. Der HB-Vorsitzende Dr. med. Klaus Reinhardt sieht daher auf der einen Seite die Arbeitgeber gefordert, flexiblere Arbeitszeitmodelle umzusetzen. Um Frauen wirklich gleiche Karrierechancen einzuräumen, brauche es aber auch ein anderes Rollendenken in der Partnerschaft.

2 800 Ärztinnen nahmen an einer Umfrage des Hartmannbundes zur Chancen- gleichheit teil. Foto: dpa
2 800 Ärztinnen nahmen an einer Umfrage des Hartmannbundes zur Chancen- gleichheit teil. Foto: dpa

Auch der Deutsche Ärztinnenbund hat Chancengleichheit angemahnt und seine Forderungen nach einer Frauenquote erneuert. Ärztinnen besetzten derzeit nur 26 Prozent der Leitungsfunktionen in Krankenhäusern. Der Anteil der Chefärztinnen liege bei acht bis zehn Prozent. Bei den W3/C4-Professuren seien nur 5,6 Prozent Ärztinnen. „Der Deutsche Ärztinnenbund fordert eine verbindliche Frauenquote, weil die Zukunft der Medizin bisher nur auf der Ebene der Assistenzärztinnen weiblich ist“, sagte dessen Präsidentin Dr. med. Regine Rapp-Engels. hil

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