ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2014Impfungen in Entwicklungsländern: Deutschland richtet Geberkonferenz aus

AKTUELL

Impfungen in Entwicklungsländern: Deutschland richtet Geberkonferenz aus

Dtsch Arztebl 2014; 111(22): A-977 / B-833 / C-789

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Die Globale Impfallianz (GAVI) will zwischen 2016 und 2020 300 Millionen Kinder aus den 70 ärmsten Ländern der Welt impfen lassen. Foto: dpa
Die Globale Impfallianz (GAVI) will zwischen 2016 und 2020 300 Millionen Kinder aus den 70 ärmsten Ländern der Welt impfen lassen. Foto: dpa

Deutschland wird sich künftig innerhalb der Globalen Impfallianz GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunization) verstärkt engagieren und die Geberkonferenz für den Zeitraum 2016 bis 2020 ausrichten. Dies kündigte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Thomas Silberhorn, Ende Mai in Brüssel an. In diesem Zeitraum will die Allianz aus Ländern und privaten Gebern, die in 70 der ärmsten Länder der Welt die Immunisierung von Kindern finanziert, 300 Millionen Kinder impfen. GAVI forderte Partner und Geber jetzt auf, dieses Ziel zu unterstützen und insgesamt 7,5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen. Auch die Europäische Union kündigte Unterstützung an: Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, sagte für den Zeitraum 2014 bis 2020 175 Millionen Euro zu.

„Die GAVI-Alliance leistet hervorragende Arbeit – bis heute hat sie etwa 440 Millionen Kinder geimpft und sie dadurch vor lebensgefährlichen Krankheiten bewahrt“, betonte Silberhorn. Die Eindämmung von Kinderlähmung und Masern sei ein echtes Erfolgsbeispiel. Das BMZ investiere jährlich 700 Millionen Euro sowohl über bilaterale Maßnahmen als auch über multilaterale Organisationen und globale Initiativen wie etwa den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria und GAVI. ER

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema