ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2014Honorarbericht: Leichter Rückgang Anfang 2013

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Honorarbericht: Leichter Rückgang Anfang 2013

Dtsch Arztebl 2014; 111(22): A-991 / B-847 / C-803

Rieser, Sabine

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Regionale Unterschiede, Analyse von Honorar- umsätzen je Behandlungsfall für einzelne Arztgruppen und mehr im aktuellen Honorarbericht: www.aerzteblatt.de/14988
Regionale Unterschiede, Analyse von Honorar- umsätzen je Behandlungsfall für einzelne Arztgruppen und mehr im aktuellen Honorarbericht: www.aerzteblatt.de/14988

Hausärztinnen und Hausärzte verzeichnen höhere Gesamtumsätze, aber sinkende Umsätze je Fall.

Im Vergleich des ersten Quartals 2013 mit dem Vorjahresquartal ist der Honorarumsatz je Arzt/Psychotherapeut um 0,9 Prozent gesunken, von 52 489 auf 52 008 Euro. Je Behandlungsfall ging der Honorarumsatz über alle Gruppen von 59,95 auf 59,67 Euro zurück (minus 0,5 Prozent). In Bayern war der rechnerische Rückgang beim Honorarumsatz je Arzt mit fünf Prozent am stärksten, in Rheinland-Pfalz das Honorarplus mit 3,2 Prozent am höchsten. Einnahmen aus Selektivverträgen sind in den Angaben nicht enthalten.

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Die Übersicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) belegt auch, wie unterschiedlich die Honorarumsätze je Arzt/Psychotherapeut von Bundesland zu Bundesland sind: In Mecklenburg-Vorpommern lagen sie mit 63 767 Euro am höchsten, in Berlin mit 41 146 Euro am niedrigsten. Betrachtet man die Honorarumsätze je Behandlungsfall, so führt Bayern mit 66,28 Euro, Thüringen bildet mit 53,29 Euro das Schlusslicht.

Im hausärztlichen Versorgungsbereich ist der durchschnittliche Honorarumsatz je Arzt im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,3 Prozent auf 52 264 Euro gestiegen, der Umsatz je Behandlungsfall jedoch um durchschnittlich 2,3 Prozent zurückgegangen auf 58,04 Euro. „Trotz leicht gestiegenem Honorarumsatzvolumen dominiert in den meisten KV-Bezirken der Anstieg der Behandlungsfallzahlen (plus 5,2 Prozent im Bundesdurchschnitt), der zum Teil auf die weggefallene ,Praxisgebühr‘ zurückzuführen sein dürfte“, heißt es im Honorarbericht.

Was den fachärztlichen Versorgungsbereich anbelangt, zu dem auch die Gruppe der ärztlichen und Psychologischen Psychotherapeuten zählt, so ist der Honorarumsatz je Arzt/Psychotherapeut im Vergleich zum ersten Vorjahresquartal 2012 im Folgejahr um 2,6 Prozent zurückgegangen auf 50 035 Euro. Im gleichen Zeitraum stieg der Honorarumsatz je Behandlungsfall auf 1,2 Prozent (65,02 Euro).

Über regionale Unterschiede im Leistungsspektrum der Haus- und Fachärzte sowie Unterschiede bei der Menge der behandelten Patienten gibt der Honorarbericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung keine Auskunft. Der Überschuss je Arzt/Psychotherapeut aus vertragsärztlicher Tätigkeit lag nach Angaben der KBV im ersten Quartal 2013 bei durchschnittlich 27 431 Euro (minus 0,9 Prozent).

Die Spanne reicht von 13 453 Euro bei den ärztlichen und Psychologischen Psychotherapeuten und 21 168 Euro bei den Neurologen über 42 815 Euro bei den Gastroenterologen bis zu 52 930 Euro bei den Hämatologen/Onkologen. Für einige Gruppen, wie zum Beispiel die Nephrologen, liegen keine ausreichenden Angaben vor.

Sabine Rieser

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