ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2014Deutsche Krebshilfe: Für höhere Tabaksteuern

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Deutsche Krebshilfe: Für höhere Tabaksteuern

PP 13, Ausgabe Juni 2014, Seite 246

Richter-Kuhlmann, Eva

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Zigaretten und andere Tabakprodukte sollten nach Überzeugung der Deutschen Krebshilfe teurer werden, um mehr Menschen vom Rauchen abzuhalten. Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai rief die Organisation gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen zur weiteren Erhöhung der Tabaksteuern auf. „Rauchen und Passivrauchen verursachen Krebs“, sagte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, in Berlin. Obwohl dies wissenschaftlich belegt sei, würden zu wenige politische Maßnahmen ergriffen.

Für ein wirksames Präventionsinstrument hält Dr. rer. pol. Tobias Effertz von der Universität Hamburg die Tabaksteuern. Diese müssten aber deutlich spürbar sein. Er empfiehlt eine Erhöhung um mindestens 30 Prozent. Auch die Welt­gesund­heits­organi­sation geht davon aus, dass sich die Zahl der Raucher innerhalb von drei Jahren nach einer Steuererhöhung um 49 Millionen weltweit vermindern würde. Dies könne elf Millionen Leben retten. Vor allem junge Menschen könnten durch hohe Preise vom Rauchen abgehalten werden. ER

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