ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2014Organspende: Neue Werbekampagne gestartet

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Organspende: Neue Werbekampagne gestartet

Dtsch Arztebl 2014; 111(25): A-1116 / B-960 / C-908

Richter-Kuhlmann, Eva

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Anlässlich des Tages der Organspende am 7. Juni warb Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) für die neue gemeinsame Organspendekampagne des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Diese steht 2014 unter dem Motto „Ich entscheide. Informiert und aus Verantwortung.“ Jede Organspende könne Leben retten. Aber nur der Organspendeausweis schaffe Klarheit, betonte Gröhe.

Klarheit schaffen mit dem Organspendeausweis – dazu forderte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Gröhe potenzielle Spender auf. Foto: picture alliance
Klarheit schaffen mit dem Organspendeausweis – dazu forderte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Gröhe potenzielle Spender auf. Foto: picture alliance

Vielen Menschen falle die Beschäftigung mit dem Thema schwer. Doch man dürfe Angehörige mit einer solchen Entscheidung nicht allein lassen. Trotz eines weiteren Rückgangs bei den Organspenden sieht Gröhe keinen Anlass für eine grundlegende Änderung des Transplantationssystems.

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Bündnis 90/Die Grünen dagegen forderten mehr staatliche Kontrolle. Es könne nicht sein, dass in Deutschland im Wesentlichen Vereine und private Stiftungen über die Organisation des Transplantationswesens und die Verteilung der Organe entschieden. „Das System darf auch nicht von denen kontrolliert werden, die selbst Akteure sind. Hier muss mehr öffentliche und staatliche Kontrolle organisiert werden“, betonten Elisabeth Scharfenberg und Harald Terpe, beide Mitglieder im Gesundheitsausschuss. Auch die gesetzlichen Regelungen zur Verteilung der Organe müssten präzisiert werden. ER

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