ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2014Ursula Lehr: Pionierin der Alternsforschung

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Ursula Lehr: Pionierin der Alternsforschung

Dtsch Arztebl 2014; 111(25): A-1149 / B-989 / C-935

Bühring, Petra

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Ursula Lehr, Foto: BPtK
Ursula Lehr, Foto: BPtK

Wir verdanken ihr ein positiveres Bild älterer Menschen in unserer Gesellschaft – auch aufgrund ihres Engagements bestehen defizitorientierte stereotype Urteile nicht mehr“, sagte der Präsident der Bundes­psycho­therapeuten­kammer, Prof. Dr. phil. Rainer Richter, in seiner Laudatio zur Verleihung des Diotima-Ehrenpreises der deutschen Psychotherapeutenschaft im Mai.

Er dankte Prof. em. Dr. phil. Dr. hc. Ursula Lehr (84) für ihr politisches Engagement, das die Psychologin und Gerontologin mit dem langen akademischen Lebenslauf zurzeit vor allem als Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen ausübt. In dieser Funktion macht Lehr älteren Menschen Mut, offener mit psychischen Beschwerden umzugehen und Psychotherapie selbstverständlicher zu nutzen.

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Ursula Lehr übernahm 1986 den ersten deutschen Lehrstuhl für Gerontologie in Heidelberg, wo sie bis zu ihrer Emeritierung 1998 tätig war. Sie trieb dort vor allem die interdisziplinäre Erforschung der Aufrechterhaltung körperlicher und psychischer Gesundheit im hohen Alter voran. Von Dezember 1988 bis Januar 1991 war sie zudem Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit.

„Sie ist eine sehr mutige Frau: hochkompetent, hochdynamisch, diskussions- und konfliktfreudig – und sie hat einen bemerkenswerten Entwicklungsoptimismus“, betonte Prof. Dr. phil. Andreas Kruse, Heidelberg, der viele Jahre mit ihr zusammengearbeitet hat. Ursula Lehr ist ein Paradebeispiel dafür, dass Menschen selbst entscheiden können sollten, wann sie sich zur Ruhe setzen. Petra Bühring

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