ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2014App: Vergiftungsunfälle bei Kindern

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App: Vergiftungsunfälle bei Kindern

Dtsch Arztebl 2014; 111(26): A-1215 / B-1050 / C-992

EB

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In Deutschland wird die Zahl der Vergiftungsunfälle bei Kindern derzeit auf mehr als 100 000 jährlich geschätzt. Diese Art von Unfällen ist in Deutschland ab dem ersten Lebensjahr das größte Gesundheitsrisiko für Kinder. Die häufigsten Unfälle geschehen dabei durch die Einnahme von Haushaltsprodukten. Hier rangieren Reinigungsmittel für den Hausputz und Erzeugnisse zur Körperpflege an erster Stelle. Darauf folgen Vergiftungen mit Medikamenten und Pflanzen.

Die App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gibt detaillierte Hinweise zu Inhaltsstoffen von chemischen Produkten, Medikamenten, Pflanzen und Pilzen, dem Vergiftungsbild und den Maßnahmen zur Ersten Hilfe. Die App basiert inhaltlich auf der Broschüre „Risiko – Vergiftungsunfälle bei Kindern“, die in Zusammenarbeit mit dem Giftnotruf Berlin und der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ entstand und vom BfR herausgegeben wird.

Die Software kombiniert den Informationsumfang aus der Ratgeberbroschüre mit den Möglichkeiten eines interaktiven Mediums. Die Navigation ist fokussiert auf die drei häufigsten Vergiftungsbereiche und einen A-Z-Index, der alle Inhalte der App übersichtlich in einer Suchmaske enthält. Mit maximal drei Klicks sind alle wichtigen Informationen erreichbar.

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Die App kann im Ernstfall ärztliche Beratung nicht ersetzen. Durch die Möglichkeit, über sie jederzeit direkt den zuständigen Giftnotruf anzuwählen, kann aber umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden. Dabei wird per GPS-Ortung ein zuständiges Giftinformationszentrum ausgewählt, das rund um die Uhr besetzt ist. So dient die App sowohl zur Information und Prävention als auch zur akuten Hilfe im Notfall.

Die BfR-App ist kostenfrei verfügbar. Sie wurde für Smartphones mit den Betriebssystemen Android und iOS entwickelt. EB

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